Leonhard Frank und Von drei Millionen drei
«Von drei Millionen drei» heißt der 1932 erschienene Roman von Leonhard Frank, den Fritz Katers «3 von 5 Millionen» fortschreibt. Er erzählt, wie drei Arbeitslose – ein Schreiber, ein Schneider und ein Fabrikarbeiter – ihre Heimatstadt verlassen, nach Hamburg wandern, auszuwandern beschließen, in Buenos Aires Arbeit finden, bis sie auch dort die Weltwirtschaftskrise einholt.
Einer von ihnen stirbt, über Marseille und Genua kehren die beiden anderen zurück, werden nach Berlin verschlagen, betteln, frieren und hungern, kehren schließlich Mitte Mai 1931 als «barfüßige Skelette» nach Hause zurück.
Leonhard Frank, 1882 in Würzburg geboren, musste 1915 wegen seiner erklärten Kriegsgegnerschaft in die Schweiz fliehen, war in München Mitglied des Revolutionsrats, lebte von 1920 bis 1933 als erfolgreicher Schriftsteller in Berlin, wurde Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Vizepräsident des PEN-Club, emigrierte 1933 zuerst nach London, dann nach Paris, wo er beim Einmarsch der deutschen Truppen interniert wurde, fliehen konnte und über Portugal in die USA entkam. Nach seiner Rückkehr 1950 erhielt er nacheinander die Silberne Stadtplakette von Würzburg, das Große ...
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