Kuffar. Die Gottesleugner
[kafir]
«Ihr sucht die Freiheit.
Ich suche die Wahrheit.
»
Hakan
(Abu Ibrahim)
Personen:
Ismet, älter
Ismet, jünger
Ayse, älter
Ayse, jünger
Hakan (Abu Ibrahim), ihr Sohn
Ort
Hier
Istanbul
Texas
Wüste
Zeit
Jetzt
3 Tage vor dem Militärputsch im September 1980 in der Türkei
1960
3
Istanbul-Texas 1980
Türküm, dogruyum, çalıskanım. Ilkem, küçüklerimi korumak, büyüklerimi saymak, yurdumu, milletimi, özümden çok sevmektir. Ülküm, yükselmek, ileri gitmektir. Ey büyük Atatürk! Açtıgın yolda, gösterdigin hedefe durmadan yürüyecegime ant içerim. Varlıgım Türk varlıgına armagan olsun. Ne mutlu Türküm diyene!
Ayse Ich war fünf. Als wir nach Kilyos fuhren. Es war Sonntag. Und heiß. Sehr heiß. Immer noch brennt es mir auf der Stirn, wenn ich daran denke.
Meine Brüder und Schwestern. Genossen. Der Staat ist dumm. Wir sind klüger. Lasst uns untertauchen. Lasst uns schlauer sein. Der Staat macht immer dasselbe. Er kann nichts anderes machen.
Ayse Wir sprangen mit der ganzen Familie auf die LKW-Ladefläche unseres Nachbarn. Hamit. Der Zement und Kieselsteine von Baustelle zu Baustelle fuhr. Mit seinem LKW. Von Montag bis Samstag. Eine Woche musste sein Sprit reichen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Februar 2017
Rubrik: Stück, Seite 99
von Nuran David Calis
Manchmal passt es besser, als man planen konnte. Natürlich wurde am Deutschen Theater Tennessee Williams’ «Die Glasmenagerie» auf den Spielplan gesetzt, bevor irgend jemand sich auch nur im Entferntesten vorzustellen vermochte, dass in den USA fünf Wochen vor der Premiere tatsächlich ein durchgeknallter Milliardär zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt...
Verdienen wir überhaupt, glücklich zu sein?» Alexander, der wortkarge Typ vom Nachbargrundstück, hieß in Tschechows Originalversion der «Drei Schwestern» noch mit Nachnamen Werschinin, war russischer Offizier und bedauernswerter Gatte einer kranken Ehefrau, die er am Ende doch nicht mit den Kindern allein lassen wollte, obwohl ihm das Liebesglück für ein paar...
Wenn es schon kein anderer macht, muss man es eben selber tun: Die Dramaturgie des Berliner Ensembles, allen voran Peymann-Lebensgefährtin Jutta Ferbers, hat ihrem scheidenden Direktor ein Buch spendiert: «Claus Peymann – Mord und Totschlag». Hermann Beil zitiert im Vorwort Thomas Bernhards Theatermacher Bruscon – «Lebenslängliche Theaterkerkerhaft / ohne die...
