Ins Wasser gefallen
Wenn man eins in Hamburg sicherlich nicht kennt, dann ist das Wassermangel. Dass 900 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, für eine Tasse Kaffee 140 Liter Nass verbraucht werden und Völkermorde wie in Dafur nicht zuletzt wegen des mangelnden Zugangs zu Quellen begangen werden, das sind Informationen, die vom Regen durchweichten Zuschauern zwangsläufig ein wenig abstrakt bleiben müssen.
Der Dauerguss, der nahezu das gesamte Internationale Sommerfestival 2010 in Hamburg auf Kampnagel begleitet hat, wollte eine Ernsthaftigkeit für das politische Begleitthema der Veranstaltung einfach nicht recht aufkommen lassen. Und das steckte dann auch prominente Referenten an.
Der Chef des Otto-Versands, Michael Otto, und der weltreisende Stolz des deutschen Öko-Gewissens, Ernst Ulrich von Weizsäcker, die in der zentralen Diskussionsveranstaltung die globale Durstkrise besprechen sollten, zeigten sich wenig flüssig im Argumentieren. Maulfaul und voll Eigenlob, von Weizsäcker gelegentlich sogar witzig, stellten sie immer wieder ihre Übereinstimmung in der Tatsache fest, dass wir Deutschen doch eigentlich sehr vernünftig mit der Ressource umgehen. Der ...
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Fernsehen
Freitag, 1.
13.00, Theaterkanal: Kazuo Ohno – Ich tanze ins Licht – ein Film (2004) von Peter Sempel
15.00, 3sat: Der Zimmerspringbrunnen – Spielfilm (2001) nach dem Roman von Jens Sparschuh, mit Götz Schubert, Gustav Peter Wöhler, Hermann Lause u.a., Regie Peter Timm
16.20, Theaterkanal: Die Möwe – von Tschechow, mit Lola Müthel, Hermann Lause, Hans...
Liebe zu dritt ist ein erstrebenswerter Zustand, wenn es nach der Berliner Combo «Stereo Total» geht. In Frankfurt führt ihr beschwingtes Loblied «L’amour à trois», das die Zuschauer schon beim Eintritt in die Kammerspiele beschallt, aber in die Irre. Der Protagonist des Soloabends frei nach «Werthers Leiden» ist nämlich alles andere als ein fröhlicher Verfechter...
Es ist, als ob das Leben selbst gestorben wäre.» Das sagt man so, wenn man sehr traurig ist. Aber auf Christoph Schlingensief bezogen ist dieser Satz, den Elfriede Jelinek unmittelbar nach seinem Tod äußerte, mehr als vage Trauerprosa, die man hinschreibt, um seine Betroffenheit zu zeigen. Vielleicht verkörperte er tatsächlich das Leben. Umfassender als die meisten...
