In homöopathischen Dosen

... injiziert die Bundeskulturstiftung Fördermittel in die deutsche Tanzszene. Und wenn es gut geht, blüht die Szene auf. Ende des Jahres läuft der «Tanzplan» aus. Ein Gespräch mit Hortensia Völckers

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Theater heute Hortensia Völckers, Sie leiten die vor acht Jahren gegründete Bundeskulturstiftung und haben vor vier Jahren das Förderprogramm «Tanzplan» ins Leben gerufen. In welcher Situation ist der zeitgenössische Tanz heute? Wo liegen die Probleme?
Hortensia Völckers Das kann man nicht allgemein beantworten. Der Tanz spaltet sich in sehr verschiedene Lager, Interessen, Bedürfnisse. Eine Ballettcompagnie in München oder Stuttgart hat unter Umständen völlig andere Probleme als eine in Berlin, die freie Szene steht wieder ganz anders da, etc.

 
 

TH Aber alle beschweren sich gerne, dass sie im Dreisparten-System des Stadt- und Staatstheaterbetriebes immer am Katzentisch sitzen. 
Völckers In einem normalen, mittleren Stadttheater will man die Sparte Tanz gerne haben, weil das gut läuft, stattet sie aber miserabel aus. Es gibt in der Regel keinen Dramaturgen, niemand, der die Pressearbeit macht, und der Leiter Tanz ist gleichzeitig der Choreograf, das heißt, er steht im Ballettsaal und probt die nächste Produktion. Er hat keine Zeit zum Verhandeln, oft kann er auch nicht deutsch sprechen. Tanz ist ja international, ein großer Vorteil in einer globalisierten Welt einerseits, ein großer ...

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Theater heute Februar 2010
Rubrik: Tanztheater, Seite 16
von Barbara Burckhardt, Franz Wille

Vergriffen
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