Ich bin keine Frühstücksdirektorin!

Barbara Kisseler, die neue Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins, über ihren Platz zwischen allen Stühlen, eine wieder offensivere Kulturpolitik, Intendantengagen, die Schuldenbremse und noch ein paar andere Herausforderungen

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Franz Wille Frau Kisseler, Sie sind ein gutes halbes Jahr Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins, traditionellerweise eher eine Aufgabe für wettergegerbte Altintendanten wie August Everding, Jürgen Flimm oder zuletzt Klaus Zehelein. Wie sind Sie in dem neuen Amt angekommen?
Barbara Kisseler Ich fühle mich von den Mitgliedern getragen.

Ich hatte im Stillen gefürchtet, dass es gegen mich als Vertreterin der Theaterträger, also der Länder und Kommunen, gewisse Vorbehalte geben könnte – einfach weil manche Intendanten und Intendantinnen im praktischen Alltag mit ihnen keine guten Erfahrungen gemacht haben. Es wird ja nie so viel Geld gezahlt, wie man gerne hätte. Solche Vorbehalte hat es erfreulicherweise nicht gegeben. Zum anderen ist eine starke präsidiale Haltung heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Ich habe es mit sehr selbstbewussten Partnern zu tun – was ich gut finde, denn ich halte mit meiner Meinung auch nicht hinterm Berg. Da bringt es überhaupt nichts, wenn man an der Spitze irgendetwas aushandelt, das man dann allem überstülpen möchte. Ich denke, man wird im Bühnenverein auch in Zukunft viel mehr mitein­ander reden müssen.

FW Was sind denn genau die Aufgaben der ...

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Theater heute Februar 2016
Rubrik: Akteure, Seite 28
von Franz Wille

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