Herzlich unwillkommen

Kulturkampf in Polen: Die nationalkonservative polnische Regierung bestellt sich einen neuen Intendanten für das Teatr Polski in Wroclaw

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Guter Wechsel» – mit dieser Ankündigung trat die national-kon­servative Partei «Recht und Gerechtigkeit», kurz PiS, im Herbst 2015 ihre Regierungszeit in Polen an. Wie sich dieser Wechsel gegenwärtig auf die Theaterlandschaft des Landes auswirkt, kann am deutlichsten am Beispiel des Teatr Polski in Wrocław (Breslau) beobachtet werden. Das Haus war in den letzten Jahren eine der führenden Bühnen Polens.

Im November 2015 sorgte es für Schlagzeilen, weil es sich weigerte, dem Verbot des neuen Kulturministers zu folgen und die Premiere von Elfriede Jelineks «Der Tod und das Mädchen» abzusagen, dem Pornografie unterstellt wurde. Im September 2016 erhielt das Theater nach einer kurzfristig angesetzten Ausschreibung einen neuen Intendanten: Cezary Morawski. Bis heute hören seitdem die Proteste des Ensembles, des Publikums, der polnischen Kulturszene und der europäischen Kunstschaffenden nicht auf.

Verantwortlich für den hastigen Intendantenwechsel sind Behörden der Region Niederschlesien, die keinen Konflikt mit dem neuen Kulturminister Glinski riskieren wollen, da das Theater nur zur Hälfte mit lokalen Mitteln und zur anderen Hälfte vom Ministerium finanziert wird. Der vom Teatr Polski ...

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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Iwona Uberman

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