Glückstest-Dummies

Ulrike Syha «Gewerbe»

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Manchmal scheint es, betrachtet man die Stücke jüngerer Dramatiker, als wären beruflicher Erfolg und eine halbwegs funktionierende Zweierbeziehung in erster Linie ein psychi­scher Härtetest, der unweigerlich zu tiefer Depression oder gar zum Amoklauf führen muss. Um sich die Leichtigkeit des Daseins erträglich zu machen, flüchtet das Personal mit Vorliebe in diffuse Aussteigerfantasien, die sich von denen der 68er hauptsächlich dadurch unterscheiden, dass sie im globalisierten Einheitsweltbild von vornherein aussichtslos erscheinen.


In Ulrike Syhas neuem Stück «Gewerbe» kämpft Arthur, ein Kulturschaffender in der Krise, mit den schlei­chenden Nebenwirkungen einer gesicherten Existenz als Stadttheaterregisseur. Der mysteriöse Tod seines Vaters in Budapest – war es Selbstmord oder Mord? – ist ihm willkommener Anlass, endlich aus dem goldenen Gefängnis eines sorgenfreien Lebens auszubrechen und sich ganz seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Basteln abwegiger Verschwörungstheorien, zu widmen. Waren es anfangs nur die ungeschickten Versuche eines schauspielernden Nebenbuhlers, ihm seine leicht neurotische Gattin und Hauptdarstellerin Olga auszuspannen, so sieht er sich bald als ...

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Theater heute März 2006
Rubrik: Chronik, Seite 41
von Silvia Stammen

Vergriffen
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