Gehen oder bleiben?
Wir hätten uns schon geehrt gefühlt, wenn man uns wenigstens mit Informationen auf dem Laufenden gehalten hätte. Dann hätten wir zumindest gewusst, dass wir keinerlei Unterstützung in diesem Land zu erwarten haben», konstatierte der Regisseur Viktor Bodó in einer Videobotschaft der Vereinigung der Unabhängigen Darstellenden Künstler in Ungarn. Der Aufruf, der sich an die ganze Community, vor allem aber an die Entscheidungsträger richtete, erschien Anfang November, als sich abzeichnete, dass die freien Gruppen in Ungarn keinerlei Subventionen für 2012 bekommen würden.
Die Situation dieser freien Künstler, Kompanien, Tanztruppen hat sich seit 2010 kontinuierlich verschlechtert, doch jetzt hat sie einen Tiefpunkt erreicht: Es sieht so aus, als ob dieser Kunstbereich, der einst national und international von so großer Bedeutung war, in den Augen der zur Zeit herrschenden ungarischen Kulturpolitik nicht länger erwünscht ist und dass sämtliche Subventionen gestrichen werden könnten.
Die wenigen Glücklichen
Das Land zu verlassen, ist für einige Künstler nicht nur eine persönliche und existenzielle Frage, sondern auch eine künstlerische, kommentiert Árpád Schilling, der Leiter des Theaters ...
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Theater heute Januar 2013
Rubrik: Ausland, Seite 20
von Andrea Tompa
Aachen, Theater
10. Bicker, Deportation Cast
R. Jan Langenheim
12. Brecht/Dessau, Der gute Mensch von Sezuan
R. Bernadette Sonnenbichler
13. Rinke, Wir lieben und wissen nichts
R. Robin Telfer
Altenburg/Gera, TPT
18. Reza, Kunst
R. Anne Keßler (in Gera)
26. nach Kesselring, Arsen und Spitzenhäubchen
R. Tim Heilmann (in Altenburg)
Aschaffenburg, Stadttheater
24. Kirchner,...
Die hohe unnatürliche Sterberate unter Shakespeares englischen Renaissance-Königen ist historisch schnell erklärt. Sie waren notorisch wackelige Machthaber, die sich jenseits der eigenen Ritterschar weder auf ein großes stehendes Heer noch auf nennenswerte Polizeitruppen oder eine entwickelte Bürokratie stützen konnten. Eine kleine Verschwörung untreuer Lords, ein...
Prächtige barocke Giebelhäuser, die in ihren Bogengängen teure Läden beherbergen und ganzjährig Weihnachtsmarktatmosphäre ausstrahlen, Schwärme von Radfahrern auf mittelalterlichem Kopfsteinpflaster, junge Menschen, sogar zahlreiche Kinder, die sich im Sommer auf den grünen Stadtringen tummeln. So viel heitere und heile Welt findet man selten. Die Kriterien, die...
