Fun with Art
Laura de Weck ist gerade 30 geworden und macht gerne wenig Worte um Weniges.
Die Worte sitzen dann in aller Schlichtheit so präzis ineinander wie korrekt verschraubte
Ikea-Möbel. Sie erzählt mit trockenem Witz kleine Geschichten, die jeweils in Rekordkürze
und mit einem Rekordreduktionismus zwar noch nicht zum großen Gesellschaftsentwurf, aber doch immerhin zu enorm präzisen Milieu-Obduktionen führen. Im Mai debütierte Laura de Weck in der Roten Fabrik in Zürich nun als Regisseurin ihres eigenen Textes.
«Mit freundlicher Unterstützung von» heißt das Projekt, das jetzt wandert, etwa in die Kaserne Basel oder auf Kampnagel in Hamburg, in die Freiheit jener Szene also, wo Kunst auf die freundliche Unterstützung von irgendjemandem angewiesen ist. Zum Beispiel vom Detailhandelsriesen Migros, der ein Prozent seines Umsatzes in die Kultur steckt und von den Kulturtätern «Mamma Migros» genannt wird. De Wecks unter anderem auch von der Migros freundlich unterstützten 75 Minuten handeln vom Kampf, Gelder für die Kunst zu ergattern. Die kecke, aber auch schon recht genervte Künstlerin Anna (Anna König) will Geld von einem etwas knöchernen Kulturbeamten der Stadt Zürich (Christian Bayer). Die ...
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Theater heute Juli 2011
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Simone Meier
Dieser junge Mann inszeniert das eigene Leben. Ziemlich lange muss er zwar warten zu Beginn, sogar ein paar Mal rausgehen und wieder reinkommen, weil noch nicht passiert, worauf er wartet – dann legt er, endlich, los. Fingerschnipps: Musik. Ob allerdings die Geschichte, die nun beginnt, und zwar mit dem Auftauchen der schönen Olga, tatsächlich die ist, auf die der...
Anklam, Landesbühne
Kasse: 039 71/20 89 25
8. Strahl, Ein irrer Duft von frischem Heu
R. Birgit Lenz
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
Tel.: 037 33/130 12 16
9. Berg/Bott, Drei Haselnüsse
für Aschenbrödel
R. Tamara Korber/Thomas Lange
Baden-Baden, Theater
Tel.: 072 21/93 27 00
8. Bode/Felden, Bei ihnen zuhause
R. Nicole Felden, Tobias Bode
...
Nein, in der Haut dieses Mannes möchte man nicht stecken. Dass der Knecht Nikita das arme Waisenmädchen Marinka hat sitzenlassen, dass er im Verbund mit seiner intriganten Mutter und der Geliebten Anisja deren Mann Petr, seinen einstigen Herrn, vergiftet hat, dass er wiederum Anisja das Erbe entwendet und es mit deren Stieftochter Akulina verprasst hat – all das...
