Freundliches Feuer
Es geht um den Krieg an sich und Figuren, die in heutigen kriegerischen Situationen eine Rolle spielen können. Der Marineinfanterist Tom zum Beispiel könnte in einem Nato-Einsatz unterwegs sein. Scharfschütze Sky dagegen würde sein «Geschäft» aus dem Hinterhalt wohl eher in bürgerkriegsähnlichen Situationen ohne NATO-Beteiligung erledigen. Tom allerdings hat genug vom Krieg. Er ist der einzige Überlebende einer Kompagnie, die von der eigenen Luftwaffe bombardiert wurde.
Nach dem «friendly fire» irrt er traumatisiert durch verwüstetes Kriegsgebiet, trifft auf Sky und weiß nicht, dass seine beiden Schwestern in der Heimat an einem zynischen Campspiel teilnehmen. Als Gewinn der TV-Simulation winkt die Teilnahme an einem Kriegseinsatz. Eigentlich suchen Gloria und Ellen ja ihren Bruder, vielleicht wollen sie aber doch die Härte des Krieges erleben und kosten im Kriegscamp schon mal vor.
Ähnlich widersprüchlich ist auch die Kriegsreporterin Helena angelegt, bei der man nicht so genau weiß, ob sie seriös unterwegs ist, oder den Krieg so arrangiert, dass er gut ins Bild passt. Und Laif, der Chef einer Hilfsorganisation, entpuppt sich als knallharter Geschäftsmann, der die Leichen von ...
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Die gute alte Brecht-Gardine hat sich auf deutschen Bühnen längst flächendeckend zum gern genutzten Raumkonzept aufgebläht: als verlängerter Zuschauerraum, Tonstudio, Probebühne, Theater-auf-dem-Theater-Setting, das die Vorgänge in Anführungszeichen setzt, als müsste man noch immer der Gefahr des romantischen Glotzens rigoros entgegenwirken; als wüchse die...
Ich spiele auf Ihnen wie auf einem Instrument, die richtigen Töne werde ich irgendwann schon aus Ihnen herausbekommen. Ich verstehe, Sie sind also weder Hellseher noch Spekulant, Sie sind überhaupt unschuldig, haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen? Fast erreicht und doch gescheitert, fast hätten wir die Bank saniert gehabt, wenn wir nicht gescheitert wären – sowas...
Einst zierten sie als staatlich verordnete Ladenhüter sämtliche DDR-Buchhandlungen. Freiwilligen Absatz fanden sie zur Verwunderung lesefreudiger DDR-Bürger, die stets nach verbotener Westliteratur lechzten und mit «Marxismus-Leninismus» als ideologischem Pflichtfach traktiert wurden, nur unter linken Studenten aus Westdeutschland, die sie dringend für ihre...
