Freie Szene: Ende des Hypes

Eine Doppelpass-Produktion von Schauspiel Leipzig und copy & waste misst den Puls der Gentrifizierung

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Der Hype ist vorbei, zumindest in Leipzig. Zwei Jahre lang haben das Theaterkollektiv copy & waste und das Schauspiel sich im Rahmen einer Doppelpassförderung durch die Kulturstiftung des Bundes in «Ceci n’est pas un HYPE!» mit Hypezig, dem besseren Berlin und all den anderen Etiketten beschäftigt, die der zweitgrößten Stadt in Ostdeutschland von innen und außen angehängt wurden. Die drei Performances näherten sich in unterschiedlichen Genres den zahlreichen diskursiven Bewegungen an – und haben sie dabei gleichzeitig konkretisiert und künstlerisch verfremdet.

 

Startpunkt der Hype-Reihe war im letzten April mit «Kampf Klub Ost» ein Audiowalk durch den Leipziger Osten, der Begegnungen mit Orten mit einem fiktiven Roman einer DDR-Autorin verknüpfte. So bewegte sich das Team nicht nur auf den ausgetretenen Pfaden der Leipziger Künstlerin Diana Wesser, die in ihren performativen Stadtteilinterventionen diesen Kiez schon seit Jahren bearbeitet, sondern legte eine eigene Bedeutungsebene über die Menschen und Räume. Allerdings verliefen diese Interventionen nicht ganz konfliktfrei. Ein großer Supermarkt verhängte nach den ersten beiden Durchgängen Hausverbot, weil die Interventionen in ...

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Theater heute Juni 2018
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Torben Ibs

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