Foto: Patryk Witt
Ferngesteuerter Widerstand
Nein, das muss auch Philipp Ruch, der notorisch rußgeschwärzte Chefagitator des Zentrums für politische Schönheit, zugeben, die Jugend von heute, selbst die bayerische, ist besser als ihr Ruf. Die Nachfrage nach professionell organisiertem Widerstand scheint groß.
Bereits am ersten Tag des ominösen «Scholl-2017-Schülerwettbewerbs», zu dem das Berliner Kunstaktivistenkollektiv im Verbund mit den Münchner Kammerspielen und einem bis dato unbekannten «Bayerischen Staatsministerium für Bildung, Kultur und Demokratie» aufruft, sollen sich 30 Freiwillige im Zielgruppenalter zwischen 14 und 24 gemeldet haben, die darauf brennen, vermeintlich auf Staatskosten in eine Diktatur ihrer Wahl zu reisen, um dort regimekritische Flugblätter zu verteilen. Schließlich winken, abgesehen vom moralischen Mehrwert, Preise wie ein iPad, eine Kulturreise nach Auschwitz, diverse Netflix-Abos und 23 Fidget Spinner.
Eine 60-seitige Hochglanzbroschüre mit Arbeitsmaterialien für den Geschichtsunterricht, ein ansprechend gestalteter Internetauftritt und ein seifiger Werbe-Videoclip, allesamt mit sorgfältig gefälschtem bayerischen Staats-Logo, rufen zum Reenactment der Taten der Weißen Rose in aktuellem ...
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Theater heute August/September 2017
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Silvia Stammen
Aachen, Grenzlandtheater
21.9. Highsmith, Der talentierte Mr. Ripley
R. Catharina Fillers
28.9. Hübner, Willkommen
R. N.N.
Aachen, Theater
21.9. Macmillan, Atmen
R. Stefan Herrmann
29.9. Goethe, Die Leiden des jungen Werther
R. Nick Hartnagel
30.9. nach Kästner, Fabian oder Der Gang vor die Hunde
R. Christian von Treskow
Altenburg/Gera, TPT
29.9. nach Baum, Menschen im...
Ein Festivalsommer der Schlussappläuse: Florian Malzachers letzte «Impulse», Neues aus Avignon, wo Frank Castorf noch einmal Abschied feiert, und von der Ruhrtriennale, deren Intendant Johan Simons seine dritte und letzte Saison einläutet. Oben Simon Stones «Ibsen House» in Avignon, rechts Swoosh Lieus «who cares» bei Impulse.
Die Redaktion muss erstmal ausspannen...
Zum Glück war da dieser eine Kasten Bier zu viel, den Thalia-Betriebsdirektorin Karin Becker ins Foyer in der Gaußstraße geschleppt hatte, um sich zu bedanken: bei den vielen technischen und organisatorischen Helfern, die das 14. Körber Studio Junge Regie gestemmt hatten. Ein Kasten blieb übrig, und Karin Becker schaltete schnell: Da gab es doch jemand, der im...
