Ewald Palmetshofer: Vor Sonnenaufgang

Nach Gerhart Hauptmann. Auftragswerk für das Theater Basel. © S. Fischer Verlag 2017

Theater heute - Logo

Nacht ist auch eine Sonne.
Friedrich Nietzsche


Handelnde Personen:
Egon Krause
Annemarie Krause, Egon Krauses zweite Frau
Helene, jüngere Tochter aus Krauses erster Ehe
Martha, ältere Tochter aus Krauses erster Ehe
Thomas Hoffmann, Marthas Ehemann
Alfred Loth
Dr. Peter Schimmelpfennig

Bühne:
Ein Wohnzimmer mit offener, großer Küchenzeile hinten.

Eine graue Sitzlandschaft mit wahrscheinlich viel zu tiefen Sitzflächen. Nach hinten raus eine Eingangstüre. Die Wand im Flur von der Eingangstüre weg ist durchgebrochen und mit einer Plastikplane verhängt. Dahinter die Baustelle zu einem Anbau, einer halb fertigen Wohnung. Nach vorne vom Wohnzimmer raus zum Publikum hin eine Schiebetür auf eine große Terrasse, die in einen Garten ausläuft. Vom Wohnzimmer weg eine Treppe in den ersten Stock hoch. Zumindest eine Tür oben ist sichtbar. Sie führt in ein Schlafzimmer mit einem großen Ehebett.
Die Bühne hat etwas Skelettiertes, wie ein aufgespanntes, herauspräpariertes, überdimensionales anatomisches Detail. Die Menschen wirken darin wie Fremdkörper, einem abweisenden Objekt aufgepfropft; Insekten in einem Beobachtungsglas, Essensreste auf einem weißen Teller, verkrustet, schal, beschmutzend.


Anmerkungen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Februar 2018
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von

Weitere Beiträge
Sie wollen nur spielen

Fröhliche Weihnachten: Es war das Wochenende der mordenden Frauen à la française im Deutschen Theater zu Berlin. Am ersten Adventssamstag brüteten im Großen Haus Genets «Zofen»-Schwestern den Mordplan an der gnädigen Frau aus, am Sonntag vergifteten in den Kammerspielen Mutter und Tochter Sohn und Bruder – immerhin nur ein «Missverständnis», aber eins der...

Die Wahrheit der Kloaken

Les Misérables» – die «Elenden» – beginnen standesgemäß ganz unten: Zum Auftakt von Frank Castorfs Victor-Hugo-Version am Berliner Ensemble, seiner ersten hauptstädtischen Romandurchquerung seit dem unfreiwilligen Intendanz-Ende an der Volksbühne, philosophiert sich Jürgen Holtz durchs Pariser Kloakensystem. Es ist eine Art Wirtschafts-, Sozial- und – wenn man so...

Kino: Poröses Fabelwesen

 In Jan Speckenbachs Filmen wird das Alltäg­liche mythisch und ästhetisch überformt. Das war schon in «Die Vermissten» (2012) so, als Adoleszenz surreal-dystopisch ausgedeutet wurde. Und es ist in «Freiheit» so, dem neuen Film des Regisseurs, der auch für seine Video­arbeit in Castorf-Inszenierungen bekannt ist.
«Bevor die Seelen der Verstorbenen wiederge­boren...