Ente mit Porschemotor
Von außen sieht das Babelsberger Studiogelände aus wie eine Strumpfhosenfabrik. Nur dass vor den Werkstoren immer eine Traube pubertierender Autogrammjäger auf ihre Serienstars wartet. In den zwei klimatisierten Bürokomplexen der «Grundy Ufa» arbeiten 140 Mitarbeiter von Montag bis Freitag an der täglichen Fernsehserie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten». Die wenigsten von ihnen sind direkt mit den Dreharbeiten beschäftigt, von der Buchentwicklung bis zur Postproduktion sind auf dem Firmengelände alle Stationen der Serienproduktion zusammengefasst.
Auch der Berliner Autor Stefan Rehberger trat hier drei Jahre lang jeden Morgen pünktlich seinen Dienst im Storydepartment an, um wie am Fließband Seifengeschichten zu erfinden. «Wenn es gut läuft, ist es sehr lustig», erinnert sich der Germanist an seine Zeit als Storyliner, «wenn einem nix einfällt, ist es sehr quälend.»
Der Leistungsdruck im Storydepartment ist enorm. Um Zeit zu sparen, werden die Drehbücher einer täglichen Dauerserie nämlich arbeitsteilig verfasst: Zweimal im Jahr geben die hochbezahlten Headwriter die groben Linien der nächsten sechs Monate vor. Aus dieser Vorlage, den so genannten «Futures», entwickelt ein Heer von ...
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Sie war zurückgekehrt in das Haus in den Bergen. Auf der Südseite hatte man das weite Panorama des Steinernen Meeres vor sich. An klaren Tagen konnte man die Spitze des Watzmannvaters erkennen.
Der Alte hatte sie vom Flughafen abgeholt und in seinem Jeep heraufgebracht. Sie mußte sich hinten auf die Ladefläche setzen, weil der Beifahrersitz herausmontiert war. Der...
Es gibt Ereignisse, die grenzen in diesen Zeiten, da das Wünschen nicht mehr hilft, an ein Wunder. Ringsum werden Theater von Sparzwängen gepeinigt, es wird geschlossen und gedrosselt, ganze Sparten verschwinden, Spielpläne schrumpfen. Just da öffnet ein schon fast aufgegebenes Theater wieder seine Pforte: in sachbezogener Schlichtheit und höchstmöglicher...
