Einstürzende Altbauten
Als das Schiller-Theater in Berlin 1993 geschlossen wurde, da hatte das noch irgendwie Stil. Da waren Empörung und Protest bundesweit: Da ging es darum, dass wegen fehlender oder falsch verteilter schnöder Finanzen ein traditionsreiches Haus und die Hochkultur überhaupt geschleift wurde.
Heute ist das anders. Dabei geht es nicht um ein einziges, es geht um eine ganze Reihe von Theatern, denen eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Kleinere, «unbedeutendere» Häuser als das ehrwürdige «Schiller», draußen im Land irgendwo.
Der Protest hält sich freilich in Grenzen, denn als Argument für Mittelkürzungen und mögliche Schließung dient den geldgebenden Kommunen allem voran die «Krise», die sie in den nächsten Jahren voll erwischen wird. Wer kann dazu schon lauthals und kulturkritisch «Nein!» sagen?
Baufällige Bühnen
Schön verteilt über die so einzigartige deutsche Theater-Landschaft stehen aber auch Häuser, die neben Etatproblemen noch ganz andere, sehr viel augenfälligere Sorgen haben. Ihr baulicher Zustand ist marode, sie gelten als sicherheitsgefährdend, manche drohen sich bereits selber aufzulösen. Passiert aufgrund dieser Mängel auch nur das kleinste Unglück, dann muss solch ein ...
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Die heimliche Uraufführung war schon bei «Harald Schmidt»: Der Latenight-Talker und Operetten-Zar stellte sich der Schauspielerin, Autorin und Performancekünstlerin Anne Tismer zur zweitbesten Sendezeit zur Verfügung, um mit ihr gemeinsam einen zehnminütigen Probelauf von «Hitlerine» in selbstgebastelten Jeeps und Ameisenkostümen zu performen. Das komplette Werk...
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Martin Kusejs Wiener Inszenierung von Karl Schönherrs «Weibsteufel» war eine der erfolgreichsten Produktionen der Saison 2008/09. Die Aufführung wurde zum Theatertreffen eingeladen, das Ensemble wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Birgit Minichmayr in der Theater-heute-Umfrage zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt.
Auch beim Publikum war...
