Die Kunst als Möglichkeitsraum
Die Frage danach, wo für mich die Freiheit der Kunst ende und welches Beispiel aus der Arbeit im Zentrum für Politische Schönheit hierbei erkenntnisreich sei, beantworte ich hier zum vielleicht richtigen, aber unangenehmen Zeitpunkt. Der Blick auf die Grenzen der künstlerischen Freiheit ist nach innen gerichtet. Und doch ändert sich ständig die Blickrichtung. Ich versuche mal eine Momentaufnahme.
Unsere letzte Aktion endete gerade mal vor ein paar Tagen.
Sie hieß «Flüchtlinge Fressen – Not und Spiele» und könnte qua Setzung und Ablauf auch als Spielanordnung zur gar nicht mal so beiläufigen Beantwortung genau jener und ähnlicher Fragen herhalten. Doch nach Wochen und Monaten im Auge des Sturms eines facettenreichen und aufwendigen Spiels wird mein Reflexionsbedürfnis noch vom Wunsch nach Pause und Abstand verdrängt – auch weil es während der Aktion schon überraschend tief befriedigt wurde. Die Schaffung regelmäßig eingebauter diskursiver Zugänge für Akteure, Beobachter und Experten war diesmal ein Kernelement. Es war unabdingbar, um die losen Enden zu verknüpfen, die wir bei Aktionsstart präsentierten: die gleichzeitige Probe an einem dystopischen und einem utopischen Stück – das ...
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Theater heute Jahrbuch 2016
Rubrik: Grenzen der Kunstfreiheit, Seite 114
von André Leipold
Sein erstes Jahr im Ensemble des Deutschen Theaters Berlin, an das er direkt nach der Schauspielschule kam, war schon mal nicht schlecht. Neben kleineren und mittelgroßen Rollen bei Stephan Kimmig (Marie in «Clavigo», Lempereur in «Unterwerfung») oder Christopher Rüping (Benvolio in «Romeo und Julia») hatte Marcel Kohler in Daniela Löffners Inszenierung «Väter und...
In Pier Paolo Pasolinis Jesus-Film «Das 1. Evangelium – Matthäus» fährt die Kamera immer wieder langsam über die Gesichter derer, die gekommen sind, um Jesus zuzuhören. Pasolini hat seine Komparsen in Südtalien gecastet, einfache Männer aus der Basilicata, Hilfsarbeiter, Bauern, Tagediebe. Das Leben und die Sonne haben ihre Physiognomien verschieden geprägt, manche...
A
Ibrahim Amir
Homohalal (Theater Dresden)
Thomas Arzt
Die Neigung des Peter Rosegger (Schauspielhaus Graz)
B
Lukas Bärfuss
Frau Schmitz (Schauspielhaus Zürich)
Anna Bechstein
Paulette (a.gon Theaterproduktion München)
Hannah Biedermann
Er – Sie – Es (Junges Ensemble Stuttgart)
Metapolis (Junges Staatstheater Braunschweig)
Bov Bjerg
Auerhaus (Deutsches Theater...
