«Die Krise hat alle Spielregeln verändert»

Yorgos Loukos, der künstlerische Leiter des Athen- und Epidauros-Festivals, im Gespräch

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Stefanie Carp Sie leben und arbeiten seit langem in Frankreich. Vor acht Jahren übernahmen Sie die künstlerische Leitung des Athen- und Epidauros-Festival. Wie war es für Sie, nach Griechenland zurückzukommen?
Loukos Ich habe Frankreich nicht verlassen und leite weiterhin die Tanzkompanie in Lyon. Als ich den ersten Anruf aus Athen bekam, war ich grade in Los Angeles auf Tournee und dachte, da will jemand von der griechischen Community eine Freikarte.

Dann sprach ich mit einigen Freunden wie dem Regisseur Lefteris Voyatzis, dem Choreografen Dimitris Papaiouannou, Pina Bausch und Klaus Michael Grüber, denn ich hatte Skrupel, weil ich doch hauptsächlich im Tanz zu Hause bin, das Festival aber mehrere Spar­ten umfasst.
Carp Wie haben Sie das Festival verändert?
Loukos Als ich nach Athen kam, war mir als erstes klar, dass ich kein Festival im Herodeon Attikus machen kann. Das antike Amphitheater ist ästhetisch zu begrenzt. Ich bin zusammen mit Lefteris auf seinem Motorrad in Athen rumgefahren auf der Suche nach einem Ort, der mich inspiriert. Er brachte mich zu den leer stehenden Fabrikhallen an der Pi­raeos Straße. Ich fand heraus, dass das Gelände der Nationalbank gehörte. Ein Freund ...

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Theater heute Januar 2015
Rubrik: Ausland, Seite 50
von Stefanie Carp

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