Die Geschichte von Tucek
Am Abend, der Tag hält sich jetzt schon wieder etwas länger, sitzen die Männer um den großen Küchentisch herum und machen Brotzeit. Ihr Gespräch dreht sich um den Traktor, den der Seewirt, dieser furchtbar zögerliche Mensch, nun vielleicht doch noch in diesem Frühjahr kaufen wird.
Der Finsterle will mir einen Lanz verkaufen, das wäre momentan der angesagte Bulldog, sagt er, und Ersatzteile würden immer gleich geliefert. Andererseits, ereifert sich der Seewirt weiter, ist der Normag um mehr als fünfzehnhundert Mark billiger. Das ist kein Pappenstil.
Und wenn die Rechnung für das neue Hausdach abbezahlt ist, hab ich für den teuren Bulldog sowieso kein Geld mehr über.
Das mag ja stimmen, drängelt sich der junge Neffe jetzt schon wieder mit seiner lauten, doch noch ausgesprochen unerfahrenen Meinung vor, aber die Zukunft gehört dem Fendt Bulldog, da könnt ihr sagen, was ihr wollt. Und wisst ihr auch, warum? Weil der Fendt hinten und vorn eine Zapfwelle dran hat. Dafür erfinden die in der Zukunft Maschinen, die Arbeiten verrichten werden, dass wir uns das heut noch gar nicht vorstellen können. Da kann dann vielleicht einmal einer ganz alleine seinen Hof erhalten. Wer weiß? Und die ...
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Theater heute Oktober 2011
Rubrik: Akteure, Seite 40
von Josef Bierbichler
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