Die Burgtheaterkonstante
Kaum einer kannte das Burgtheater so gut wie Annemarie Düringer: 1949 wurde die gebürtige Schweizerin, Tochter eines Industriellen, nach nur zwei Jahren am Reinhardt-Seminar unter Josef Gielen Ensemblemitglied.
Sie spielte als junges Mädchen mit Schauspiellegenden wie Werner Krauss, Raoul Aslan, Oskar Werner und Paula Wessely, die übrigens einmal anerkennend meinte, «die Düringer» habe «nie geschmiert» – wohl auch deshalb vermachte sie ihrer Kollegin den Alma-Seidler-Ring, der die Trägerin per Definition zur «bedeutendsten und würdigsten Bühnenkünstlerin des deutschsprachigen Theaters» machte. Wenn Annemarie Düringer von ihren Anfängen erzählte, dann klang immer etwas von dem Mythos vergangener Tage mit, als das Burgtheater als Schauspieler-Olymp galt und Dazugehören die höchste Weihe bedeutete. Als das Ensemble eine eingeschworene Elite-Familie war.
Düringer hat insgesamt zehn Burg-Direktoren erlebt – Karin Bergmann, die nunmehr erste Frau als Intendantin mitgerechnet. Das machte sie gelassen. So konnte es sich Düringer leisten, dem Regietheater skeptisch gegenüberzustehen. «Das hat alles keine Deckung», meinte sie einmal. Trotzdem war sie nicht unbedingt konservativ: Schon in ...
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Theater heute Januar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Karin Cerny
Nach Westen! Dieser Ruf hallt seit den ersten Siedlern verheißungsvoll in die Weiten der USA, das Glück liegt auf der Straße – und die führt stets an einen anderen Ort. Auch «Smokefall», das neue Stück des US-amerikanischen Theater- und Drehbuchautors Noah Haidle, ist durchweht von der Sehnsucht nach dem Unbekannten, sein Schauplatz aber ändert sich nicht: ein...
Personen
Doktor Osho, Wegsprechendes
Tony, Hygienespezialisiertes
Wachstumsexperte Sam, stumm
Schwesterbruder Charity
Charlie, Ernährendes
Nikki, Musizierendes
Fabien, Schauspielendes I
Conny, Schauspielendes II / Adam (m)
Maxime, Schauspielendes III / Eva (w)
Alex, Mensch von Sascha (m)
Sascha, Mensch von Alex (m)
Jackie, Studierendes
Ulli, Studierendes
Chris...
In Hamburg benimmt sich das Wetter an diesem Premierenwochenende Ende November leider völlig ordnungsgemäß: Es ist kalt, grau, neblig. An der Front des Schauspielhauses prangt in Großbuchstaben: WELT-KLIMAKONFERENZ. Rimini Protokoll macht dieses Mal kein diskursives Re-Enactment wie im letzten Jahr mit den «Situation Rooms» zum internationalen Waffenhandel, sondern...
