Der Wühler
Mit seinen 35 Jahren ist Shenja Lacher schon mächtig rumgekommen und hat praktisch an allen Rändern Deutschlands gekratzt. Von der Rostocker Schauspielschule im hohen Nordosten ging es zum Erstengagement nach Zittau ins tschechisch-polnische Dreiländereck. Dann nach kurzer Stippvisite in der Mitte, in Mannheim, weiter in den äußersten Nordwesten nach Oldenburg. Und schließlich ab in den Süden, nach München ans Residenztheater. Und da ist er jetzt, der Deutschland-Tourer, schon sieben Jahre.
Und wie es so ist, wenn einer viel rumkommt und man selbst etwas rumkommt, dann sieht man ihn hier und da wieder. Und immer war es ein denkwürdiges Erlebnis. Zum ersten Mal 2004 beim Sächsischen Theatertreffen in Chemnitz (TH 6/2004), wo Lacher in der Titelpartie des «Hamlet» mit dem Theater Zittau gastierte. Ein kräftiger, rotziger Typ war dort zu sehen, einer, dem der feine schwarze Designeranzug so wenig zu passen schien wie die ganze schwüle Nachtclubatmosphäre dieses dänischen Hofstaats. Dänemark, das war in der Regie von Roland May ein frivol-schwüles Hinterzimmer der Macht, ein wenig retro im Stile des Ostberliner Café Moskau gehalten. Und Lacher, alles andere als ein zagender und ...
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Theater heute Februar 2014
Rubrik: Akteure, Seite 36
von Christian Rakow
Aachen, Grenzlandtheater
4. Delaporte/de La Patelliére, Der Vorname
R. Wolfgang Hagemann
Aalen, Theater der Stadt
22. Heløe, Man ist auch der, der man werden kann
R. Winfried Tobias
Altenburg/Gera, TPT
7. Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen
R. Bernhard Stengele
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
6. Müller/Misiorny, Zwei wie Bonnie und Clyde
R. Christine Zart
16. Hild,...
Der Choreograf Iván Markó und seine Compagnie Ungarisches Festival Ballett verbeugen sich beim Schlussapplaus ihrer Premiere. Sie haben gerade «Die Tragödie des Menschen» getanzt, ein Drama des ungarischen Nationaldichters Imre Madách aus dem Jahr 1861. Plötzlich steht ein junger Mann in der vierten Reihe auf und protestiert mit seinem Megafon gegen die immense...
Ein versponnener Moderator begrüßt uns zwischen bunten Lampions zum Festival. Echte Asylanten und Flüchtlinge habe man mit viel Mühe nach Basel geholt. Es sei gar nicht so einfach gewesen, eine Sonderausgangserlaubnis für die Ausländer zu bekommen. Aber schließlich seien sich alle einige gewesen: Die haben hart gearbeitet, das haben sie sich verdient. Und an ihren...
