Das Kind im Alphamännchen
Als Schauspieler ist Sven-Eric Bechtolf am besten, wenn er harte Typen spielt. Auch in Interviews kann der Salzburger Schauspieldirektor schon mal schroff werden, wenn ihm eine Frage nicht gefällt. Aber das Programm, das Bechtolf in Salzburg macht, zeigt: Hinter der rauen Schale des Alphamännchens steckt ein weicher Kern. Das Schauspielangebot, das er seit dem Vorjahr verantwortet, ist unter ihm deutlich softer, putziger, harmloser geworden.
Bechtolf hat bei den Festspielen nicht nur Kindertheaterproduktionen eingeführt (diesmal: «Schneewittchen»), auch der Rest des Programms ist jugendfrei gestaltet.
Sogar eine abgründige Sexkomödie wie Shakespeares «Sommernachtstraum» wird hier zur harmlosen Unterhaltung für die ganze Familie. Als Regisseur hat Bechtolf den Briten Henry Mason engagiert, der in Wien lebt und dort – genau – am Theater der Jugend inszeniert. Gespielt wurde «Ein Sommernachtstraum» open air im Residenzhof, der – anders als der benachbarte Domplatz – bei Schlechtwetter überdacht werden kann. Hauptattraktion des Abends ist jedoch der Umstand, dass zu Shakespeare hier auch Felix Mendelssohn Bartholdys «Sommernachtstraum»-Musik gespielt wird, natürlich live (vom ...
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Theater heute Oktober 2013
Rubrik: Festivals, Seite 14
von Wolfgang Kralicek
1
«In der Nacht des 14. März 1939 träumte Jaromir Hladik, Autor der unvollendeten Tragödie DIE FEINDE, einer RECHTFERTIGUNG DER EWIGKEIT und einer Untersuchung der indirekten jüdischen Quellen bei Jakob Böhme, in einer Wohnung in der Zeltnergasse in Prag von einer großen Schachpartie.»
So lautet der erste Satz von JORGE LUIS BORGES’ achtseitiger Erzählung DAS...
Aachen, Theater
31. Veiel, Das Himbeerreich
R. Bernadette Sonnenbichler
Aalen, Theater der Stadt
4. Walser, Eine Stille für Frau Schirakesch
R. Tina Brüggemann & Tonio Kleinknecht
Anklam, Theater
25. Williams, Endstation Sehnsucht
R. Oliver Trautwein
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
6. Schiller, Wilhelm Tell
R. Tamara Korber
Augsburg, Theater
3. SKART, Mein Freund der...
Auf der Bühne lässt es sich ganz gut sterben. Ich selbst habe mich mit «Luise» vergiftet, bin von meinem Halbbruder «Edgar» im Zweikampf erschlagen worden, ich stand kurz vor meiner Exekution im Staube von Brandenburg, wurde auch in einem «Licht-Galgen-Film» aufgehängt und zuletzt als «Schöngeist» vor der Pause erschossen. Ach ja, den alten «Lear» habe ich auch...
