Darmstadt: Heimatklänge
Um es klar zu sagen: Auch in Darmstadt sieht man nicht mehr Menschen als anderswo mit schäbigen Klamotten, deren Zittern ihre Getränke-Vorlieben verrät (eine Eigenschaft, von der der Datterich seinen Namen hat). Ich habe auch in Darmstadt noch nie gehört, dass jemand die einschlägigen Datterich-Sätze sagt: «Trinke Se, da komme Se uf annern Gedanke.» Oder, ganz zentral: «Ich wahß net, ich hab heit schon de ganze Daag so en vasteckte Dorscht.
»
Aber es gibt Menschen, die ernsthaft behaupten, dass es nirgendwo in Deutschland ein Lokal-Stück gäbe, das so eng mit seinem Ort verknüpft ist und ihn so sehr prägt wie «Der Datterich» von Ernst Elias Niebergall, Zeitgenosse Büchners, beide aus Darmstadt stammend, auch in Gießen in der gleichen Studentenverbindung. Niebergall vor Büchner, zumindest in Darmstadt. Büchner gehört der allgemeine Nachruhm, in Darmstadt aber ist Niebergalls «Datterich» die große Nummer: der Trinker und Schwadroneur ist der beliebteste Sohn der Stadt. Sympathisch, eigentlich. Gleichzeitig aber treiben die Gralshüter des Datterichtums ihr bierernstes Unwesen.
Ganz am Rande gibt auch ein paar ernsthafte Geister, Ernst Bloch, Georg Hensel, Alfred Kerr, die den ...
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Theater heute August/September 2015
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Peter Michalzik
Aachen, Grenzlandtheater
14.8. Strindberg, Fräulein Julie
R. Catharina Fillers
22.9. Engler, Noch einmal, aber besser
R. Philip Stemann
Aachen, Theater
17.9. de Velasco, Tigermilch
R. Hanna Müller
18.9. Müller, Der Auftrag.
Erinnerungen an eine Revolution
R. Paul-Georg Dittrich
22.9. Goethe, Faust 1+2#konzentriert
R. Christina Rast
Altenburg/Gera, TPT
19.9. Lorca, Bluthochzeit
...
könnte ich ihnen sagen, was es bedeutet, dann bestünde kein anlass, es zu tanzen
isadora duncan
die welt ist alles, was der unfall ist.
ludwig wittgenstein
denn die gestalt der welt zerfällt.
paulus
Personen
beate
jayne
rolf
der fernfahrer
pausen
/ ein schlag
// zwei schlag
/// drei schlag
§1 der fernfahrerprolog
fernfahrer mit...
Zu Beginn goldene Worte, mal pragmatisch ernüchtert wie die des Thalia-Intendanten Joachim Lux, der den Regienachwuchs ermahnte, sich schon rechtzeitig an die Balance von Markt und Eigensinn zu gewöhnen. Mal vom utopischen Furor davongetragen wie die des Kulturbereichsleiters der namengebenden Körber-Stiftung Kai-Michael Hartig, der die Studenten in Zeiten der...
