Countdown zur Katastrophe

Simon Stephens umkreist mit «Pornographie» die Attentate in London

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Man wartet ja immer auf das Stück zur Wende, zur Klimakatastrophe oder zum Terrorismus. Jetzt haben wir eins, und dafür ist es sogar ziemlich gut (nachzulesen auf den Seiten 68–81 in diesem Heft). Simon Stephens betritt den 7. Juli 2005, den Tag, als in London 52 Menschen durch Bombenanschläge in U-Bahnen und einem Bus starben, durch die Seitentür. Nicht die Täter stehen im Vordergrund, ihre inzwischen erschöpfend durchrecherchierten Lebensläufe, Motivkomplexe und sonstigen Hintergründe, und auch nicht die Opfer, obwohl die einen wie die anderen durchaus vorkommen.

Doch die Hauptrolle spielt etwas, das an diesem Tag ordentlich durcheinander gewirbelt wurde, aber trotzdem unzerstörbar bleibt: der Alltag.

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Theater heute August/September 2007
Rubrik: Aufführungen, Seite 36
von Franz Wille

Vergriffen
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