Berlin liegt doch am Meer
Theater heute In den letzten Jahren sind viele jüngere, gute und gut ausgebildete Schauspieler und Schauspielerinnen nach Berlin gezogen.
Darunter alle, die heute gekommen sind: Anne Tismer ist seit Ende der neunziger Jahre in der Hauptstadt und hat gerade zusammen mit anderen Künstlern ein eigenes freies Theater, das Ballhaus Ost, gegründet, Katharina Schmalenberg wechselte 2003 von Basel ans Deutsche Theater, Anne Ratte-Polle war nach drei Jahren am Schauspiel Hannover diese Spielzeit Gast in vier Berliner Premieren sowie einer in Hannover, und Fritzi Haberlandt, bislang Thalia Theater Hamburg, gehört ab kommender Spielzeit zum neuen Ensemble des Maxim Gorki Theaters. Was macht Berlin für Schauspieler so attraktiv? Ist Berlin wieder so etwas wie eine Theaterhauptstadt? Sind es die einzelnen Bühnen, an denen man gern arbeiten möchte? Oder ist der Markt in Berlin am größten und die Chance, den eigenen Wert zu steigern, am höchsten?
Fritzi Haberlandt Ich bin ja gerade erst dabei zu wechseln. Vor zwei Jahren bin ich aus privaten Gründen wieder zurück in meine Heimatstadt Berlin gezogen, bin aber weiter am Thalia Theater in Hamburg geblieben. Gerade, als ich das Pendeln und diese ...
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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Regeln des Marktes, Seite 32
von Eva Behrendt, Barbara Burckhardt, Franz Wille
Es gehört von jeher zum Wesen des Menschen, dass er dort, wo er die Dinge nicht versteht und die Welt ihm Angst macht, nach Erklärungen sucht, um sich das Unheimliche näher zu bringen. Wo keine rationalen Erklärungen zu finden sind, entstehen Geschichten gegen das Fürchten, die über Jahrhunderte und Generationen hinweg weitererzählt werden: ein eigener Kosmos aus...
Uraufführungen
A Herbert Achternbusch Herz und Kopf (Nationaltheater Mannheim)
Woody Allen Sweet and Lowdown (Theater Krefeld-Mönchengladbach)
Melanie Arns Heul doch! (Theater Bielefeld)
B Lukas Bärfuss Die Probe (Münchner Kammerspiele), Marc Becker Terror-Programm (Arbeitstitel, Staatstheater Oldenburg), Thorsten Becker Katte (Hans-Otto-Theater Potsdam), Sibylle...
Wenn Muriel Gerstner ein Bühnenbild entwirft, wird immer ein besonderer Spielraum daraus. Man kann das eine Regel nennen, im Nachhinein.
Aber vorher helfen nur ausgreifende Lektüren und – vielleicht – ein Foto von Freud über dem Sicherungskasten im Atelier: Judith Gerstenberg, bisher Dramaturgin in Basel, begibt sich auf Spurensuche, nicht ohne Fallen.
