Berlin: Für jeden Fettnapf offen

Markus & Markus «Zwischen den Säulen» (U) in den Sophiensaelen

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Der Ursprung der Pilgerfahrt nach Mekka liegt in einer Erzählung, die auch im Alten Testament zu finden ist. Hagar (dt. die Fremde), Abrahams Nebenfrau, irrt dort mit ihrem durstigen Sohn Ismael durch die Wüste, sieben Mal rennt sie zwischen den Bergen Safa und Marwa hin und her, bis Gott schließlich die rettende Quelle Zamzam entspringen lässt.

Heute, erfährt man im Theaterstück «Zwischen den Säulen» von Markus & Markus, wird Hagars Weg durch einen rund 400 Meter langen Gang zwischen zwei messehallenartigen Gebäuden bei der Kabaa symbolisiert, den täglich Zehntausende Pilger ablaufen. Grüne Neonleuchten zeigen dabei an, an welchen Stellen sie – wie einst Hagar – bitteschön rennen mögen.

Kein Zweifel, die Welt des Glaubens steckt voller Komik, vor allem, wenn sie mit der Spätmoderne oder der «unbezwinglich deutschen tappsigen Art» der beiden Markus-Protagonisten kollidiert. Die Videoaufnahmen aus Mekka, die im letzten Teil des Theaterabends auf einem Screen im Bühnenhintergrund zu sehen sind, zeigen, welche gigantischen Men­schen­massen dort unentwegt beherbergt, verwaltet und durchgeschleust werden müssen. Dass die vier Köpfe der Truppe Markus & Markus bis an den heiligsten Ort ...

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Theater heute Oktober 2018
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Eva Behrendt

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