Autorenförderung: Insel der Seligen
Die US-amerikanische Dramatik ist belagert vom Produktionsdruck der Theater. Theater in den USA sind Privatunternehmen, keine öffentlichen Institutionen, und öffentliche Förderung gibt es nicht, so dass sie ausschließlich auf Einnahmen und Spenden angewiesen sind. Das führt zu dauerhaft prekären Arbeitsbedingungen wie Probenzeiten von lediglich drei Wochen, schlechter Absicherung der Künstler und vor allem zu gefälligen Inszenierungen.
Innerhalb von drei Wochen lassen sich kaum anspruchsvolle oder außergewöhnliche Inszenierungskonzepte entwickeln, außerdem besitzt die Regie im US-Theater traditionellerweise nicht dieselbe Autorenschaft wie im deutschsprachigen Raum, so dass Autor*innen sich mit ihren Stücken nah am Bühnenerleben und -geschehen bewegen und quasi schon weitgehend vorinszenieren müssen. Schreiber, die in diesem Korsett gefangen sind, klagen häufig, dass Produzent*innen oder Dramaturg*innen nicht die Fähigkeit haben, Theaterstücke zu lesen, die aus dem Schema fallen, also z. B. unkonventionelle Notationen in theatrale Visionen zu verwandeln.
Der US-amerikanische Theaterwissenschaftler Todd London hat in seiner maßgeblichen Studie «Outrageous Fortune: The Life and ...
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Theater heute Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Henning Bochert
Burkhard C. Kosminski macht gerne Hausbesuche. Schon ein gutes Dutzend Mal war der Schauspielintendant seit Amtsantritt zu Gast bei Stuttgartern. Kosminski hört gerne zu, und er redet gerne. Jeder kann ihn einladen. Einzige Bedingungen: 8–20 Leute. Essen und Trinken. Und es wird nicht über vormalige Stuttgarter Intendanten geschimpft.
Überhaupt wirkt der «Neue»...
Der kleine orange-graue Vulkan hinten rechts hätte Warnung genug sein können. Aber kaum einer hat die Rauchzeichen beachtet, die er beim Einlass in Kringeln und Schwaden ausgestoßen hat, und keiner konnte sie deuten. Dabei wäre es so einfach gewesen: Es hieß «Vorsicht Dampfplauderer!» Derart unverstanden kann der Vulkan nur mehr als Ruhepol des Abends punkten,...
Aachen, Da Theater
17. Abuelaish, Ich werde nicht hassen
R. Ernst Konarek
Aachen, Grenzlandtheater
28. Delaporte und de La Patellière, Alles was Sie wollen
R. Stephan Thiel
Aachen, Theater
11. Vekemans, Momentum
R. Jenke Nordalm
17. Linder, Supergutman
R. Matthias Fuhrmeister
19. Jelinek, Am Königsweg
R. Christian von Treskow
Altenburg/Gera, TPT
27. Gogol, Der Revisor
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