Aufführungen
Das Leben ist bekanntlich ein langer, ruhiger Fluss – es sei denn, es kommt eine Revolution dazwischen. Genau das plant die mit allen Ironiewassern gewaschene britisch-deutschen Performance-Formation Gob Squad mit «Revolution Now!» an keinem geringeren Ort als der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, heroisch erstmals auf großer Bühne, auf der es für die erwarteten 50.-60.000 Volksmassen-Statisten ganz schön eng werden dürfte.
«You say you want a revolution» sangen auch schon die Beatles – in Frankfurt performt Florian Fielder ihr «Weißes Album» in einer Fassung von Roland Schimmelpfennig, während Hannah Rudolph Gerhart Hauptmanns Exrevoluzzern in «Einsame Menschen» ein Denkmal setzt. Am Dresdner Staatstheater inszeniert Sabine auf der Heyde Büchners «Leonce und Lena», Sebastian Baumgarten erzählt E.T.A. Hoffmanns Märchen «Der goldene Topf».
Marc Prätsch zeigt mit Wedekinds «Frühlings Erwachen» das erste Repertoireprojekt des Jungen DT am Deutschen Theater Berlin – mit jugendlichen Darstellern; Spartenleiterin Barbara Kantel folgt mit «Joe Speedboat» nach einem Roman von Tom Wieringa. Am quasi erwachsenen DT widmet sich Stephan Kimmig Schillers «Kabale und Liebe», während Dimiter ...
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So ein Tag in Potsdam kann schon etwas Behagliches haben. Nach einem ausgiebigen Spaziergang im Park von Sanssouci betritt man das spätbarocke Schlosstheater im Neuen Palais. Die kleine Hofbühne Friedrichs des Großen wird vom Hans Otto Theater (HOT) traditionell für die delektablen Theatererlebnisse von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten angemietet. Und...
Johanna Dark, Angestellte im Karitativbusiness des wirtschaftskrisengebeutelten Chicago, hat Hochkonjunktur. Wahrscheinlich, weil sie ein bisschen klingt wie Gregor Gysi oder Sahra Wagenknecht, wenn bei «Anne Will» mal wieder die soziale Umverteilungskeule geschwungen wird: «Dieses ganze System ist eine Schaukel mit zwei Enden, die voneinander abhängen», weiß...
Zum ersten Mal erscheint Katharina Matz im dritten Heft des frisch gegründeten Magazins «Theater heute», im November 1960. Zugegeben: eher bescheiden. «Katharina Matz und Günther Jerschke», steht da knapp am Ende eines Verrisses aus den Hamburger Kammerspielen, «waren angemessen in Episoden beschäftigt.» Das Stück hieß «Lucy Crown», war eine misslungene...
