Wellness venezianisch

Ein Besuch in Venedig zur 54. Kunst-Biennale und bei Christoph Schlingensief

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In Venedig kann man sich auf verschiedene Arten von Masse erschlagen lassen. Die bekannteste ist ein Spaziergang durch San Marco: Noch in der verwunschensten Seitengasse, auf dem schmalsten Seufzerbrücklein, im als absoluter Geheimtipp gehandelten Fischlokal wird man Heerscharen von seinesgleichen begegnen: Freundliche, aber oft auch etwas unglückliche Menschen, die die morbide Schönheit der Serenissima lieber in deutlich weniger Gesellschaft bestaunt hätten. Eine Steigerung erfährt dieses Gefühl zu Zeiten der Kunst-Biennale, speziell in den Tagen vor ihrer offiziellen Eröffnung.

Da mischen sich Fachbesucher, Kunstjournalisten, Sammler und Messejetset unter Venedigs Alltagstourismus – leicht erkennbar an den forciert schicken Garderoben und Leinenbeuteln, mit denen man dieses Jahr todesmutig politisch Gesinnung bekannte: «Free Ai Wei Wei» hatte das Kunstmuseum Bregenz auf seine Gratistaschen gedruckt.

Parcours der harten Rezeptionsarbeit

Die Kunst-Biennale hat ihrerseits die Tendenz, durch schieres Überangebot die Rezeption zu erschweren. 89 Nationen stellen in Pavillons auf dem Biennalegelände, aber auch über die Stadt verteilt aus, oft in ihrerseits aufwändig kura­tierten ...

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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Theater und Bildende Kunst, Seite 12
von Eva Behrendt

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