Das Glück im Ensemble?

Ein Zwischenruf

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Glückliche Tage! Wenn man Peter Simonischek zuhört, wird einem warm ums Herz. Von St. Gallen über Bern und Düsseldorf an die Berliner Schaubühne und dann weiter ans Wiener Burgtheater. Aus der Fläche an die hochbegehrten Bühnen, an großen Rollen und prominenten Regisseuren wachsen, eine Stadttheater-Karriere nach Maß. Dazu gehörte natürlich auch jede Menge Selbstaufgabe, der Verzicht auf Privatleben, die Unterwerfung unter mal elegantere, mal brutalere Autoritäten wie Peter Stein oder Andrea Breth.

Dafür entschädigten aber ein produktiver Ensemble-Familiengeist, recht gute Gagen und lebenslanges Schauspieler-Lernen unter ähnlich Gesinnten, auch wenn es mit der Filmkarriere am Ende aus Dispositionsgründen etwas hapert. Peter Simonischek kann auf ein erfülltes Ensembleschauspielerleben zurückblicken. Gratulation!

Allerdings war so ein Leben schon immer beschränkt auf die happy few, die zudem in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten immer weniger wurden. Gab es in der Spielzeit 1991/92 noch 3097 «abhängig beschäftigte Schauspieler» (so heißt das in der Statistik des Deutschen Bühnen­vereins), waren es fünf Jahre später nur noch 2707. Die nächsten zehn Jahre bis 2006/07 ging es noch ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Thema Ensemble, Seite 32
von Franz Wille

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