Abkürzung zur Burg
Der Zürcher Stadtpräsident und Verwaltungsratspräsident der Schauspielhaus AG Elmar Ledergerber sieht unentwegt «Spitzenklasse». Und in manchen Zeitungen wusste man nach Matthias Hartmanns erster Spielzeit von einem «Triumph» an der Kasse zu berichten. Daraus erfährt man zwei Dinge: Was Ledergerber gefällt, und dass ein Anstieg von 6.000 Zuschauern im Vergleich zur vorangegangenen Sparspielzeit als Jubelgrund gilt. Im «Millionenzürich», wie die Bankenstadt bestimmt nicht wegen ihrer Einwohnerzahl heißt, wird neuerdings nicht gegeizt mit der Großfreude.
Warum sich der künstlerische Direktor Hartmann trotzdem als Spielfigur im «heiteren Direktorenkegeln» sieht und sich damit in die Ahnenreihe aus Zürich Verjagter wie Peter Stein oder Christoph Marthaler stellt, hat weniger mit seiner Kunst als mit den Arbeitsverhältnissen in seinem Haus zu tun. Denn man streitet auf allen Ebenen: die Gewerkschaft mit der Direktion und die Direktion unter sich. Da kann ein bisschen «Spitzenklasse» nicht schaden. Worüber man wirklich streitet, ist komplizierter.
Der «Triumph» gehört, meint Hartmann, eher der Gewerkschaft Unia, die Ende November für das technische Personal einen neuen ...
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Alles stimmt, alles passt: der helle, hermetisch geschlossene Raum. Die leicht und sparsam gesetzten Klänge. Das gelbe Kleid der Iokaste. Die weißen Anzüge der Männer. Der schwarz gekleidete Chor – die Kleidung postmodern, mit ein paar historischen Zitaten, einer Schnalle hier, einem Brustpanzerteil da. Requisiten? Keine, doch, zwei Wasserflaschen. Davon später.
Ödi...
In den ersten sieben Spielzeiten der Direktion Bachler standen im Burgtheater insgesamt vier Shakespeare-Inszenierungen auf dem Spielplan. In der laufenden achten Spielzeit sind es sechs, und für die Saison 2007/08 sind noch einmal sechs geplant. Sieht so aus, als hätte Klaus Bachler kurz vor Ende seiner Amtszeit noch etwas nachzuholen. Tatsächlich hatte er mit...
Es soll ja noch schlechter werden», lautet die permanente Drohung in diesem Stück. Für Elisabeth, die Hauptfigur in Horváths Sozialstück «Glaube Liebe Hoffnung», ist das aber noch lange kein Grund, aufzugeben. Die düstere Zukunftsprognose lässt, im Gegenteil, die graue Gegenwart in einem helleren Licht erscheinen. «Ich lass den Kopf nicht hängen», sagt Elisabeth...
