Was ist real?
Klaus DermutzIhr «Festival/Tokyo» wurde Ende Februar 2009 gegründet. Was waren und sind für Sie die grundlegenden Ideen für die Programmierung Ihres internationalen Theaterfestivals?
Chiaki SomaMein Konzept ist eigentlich ganz einfach. Auf der einen Seite möchte ich herausragende, radikale Arbeiten des zeitgenössischen Theaters aus aller Welt – sowohl aus Japan als auch aus anderen asiatischen Ländern – vorstellen, und auf der anderen Seite experimentelle Arbeiten japanischer Künstler hier vor Ort produzieren und diese in anderen Ländern der Welt zeigen.
Es geht darum, eine künstlerisch-programmatische Linie zu entwerfen und diese dann von Grund auf durchzuarbeiten. Das habe ich immer wieder gesagt, schon zu der Zeit, als ich für unser Vorgänger-Festival, das «Tokyo International Arts Festival» gearbeitet habe. Aber das war ein sehr kleines Festival, deshalb war es nur schwer möglich, solche Linien wirklich schlüssig herauszuarbeiten. Seit 2009 ist die Stadt Tokio Mitveranstalter unseres Festivals und das Budget um ein Vielfaches gestiegen. Mit einem Mal konnte ich viele meiner Ideen in die Tat umsetzen.
KDSie arbeiten in einer langfristigen Partnerschaft mit den Festivals in Seoul ...
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