Ins Wasser gefallen

Matthias von Hartz’ diesjähriges Sommerfestival auf Kampnagel im regenfeuchten Hamburg dachte gutgelaunt über den weltweiten Wassermangel nach

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Wenn man eins in Hamburg sicherlich nicht kennt, dann ist das Wassermangel. Dass 900 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, für eine Tasse Kaffee 140 Liter Nass verbraucht werden und Völkermorde wie in Dafur nicht zuletzt wegen des mangelnden Zugangs zu Quellen begangen werden, das sind Informationen, die vom Regen durchweich­ten Zuschauern zwangsläufig ein wenig abstrakt bleiben müssen.

Der Dauerguss, der nahezu das gesamte Internationale Sommerfestival 2010 in Hamburg auf Kampnagel begleitet hat, wollte eine Ernsthaftigkeit für das politische Begleitthema der Veranstaltung einfach nicht recht aufkommen lassen. Und das steckte dann auch prominente Referenten an.

Der Chef des Otto-Versands, Michael Otto, und der weltreisende Stolz des deutschen Öko-Gewissens, Ernst Ulrich von Weizsäcker, die in der zentralen Diskussionsveranstaltung die globale Durstkrise besprechen sollten, zeigten sich wenig flüssig im Argumentieren. Maulfaul und voll Eigenlob, von Weizsäcker gelegentlich sogar witzig, stellten sie immer wieder ihre Übereinstimmung in der Tatsache fest, dass wir Deutschen doch eigentlich sehr vernünftig mit der Ressource umgehen. Der ...

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Theater heute Oktober 2010
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Till Briegleb

Vergriffen
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