Pingpong der Peinlichkeiten

Juha Jokela «Mobile Horror»

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Ein Stück über Handys und den ganzen Quatsch, den man für sie produzieren kann, das muss ja aus Finnland kommen. Schließlich hat dort Nokia quasi im Alleingang für einen Wirtschaftsboom gesorgt, und die Omnipräsenz der «mobiles» sorgte schon bei der Expo in Hannover dafür, dass man im finnischen Pavillon von einem Chor fiepsender Handys begrüßt wurde.

Der «Mobile Horror», um den es in dem Stück von Juha Jokela geht, ist aber nicht der alltägliche Horror der rundum lauthals geführten Privatgespräche, sondern der Horror vacui dreier New-Economy-Luftschlossbauer, die wiederum mit einem Game-Download-Angebot namens «Mobile Horror» das drohende Aus für ihre Jobs verhindern wollen.

Bei den Marotten, mit denen Jokela sein Personal ausgestattet hat, wirkt es fast wie ein Wunder, dass die Minifirma DacuTec zu Stückbeginn überhaupt noch existiert: Geschäftsführerin Terhi ist gerade erst nach halbjähriger Burn-Out-Pause zurückgekehrt und arbeitet nun an einem radikalen Wertewandel im Büroklima. Dass sie hierfür permanent auf Gandhi verweist, schafft aber eher Verwirrung. Denn ihr frustrierter Partner Seppo hat null Phantasie, dafür aber ständig eine Marktanalyse in Arbeit, und der jugendliche ...

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Theater heute Januar 2005
Rubrik: Chronik, Seite 38
von Andreas Jüttner

Vergriffen
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