Auf Pointe verzappelt
Britischer Humor ist einer der besten Exportartikel Englands. Die Comedy-Kultur blüht seit Jahrzehnten, und ein guter Stand-Up-Comedian hat in England Rock-Star-Status und ebensolche Einnahmen – manch einer füllte schon das Wembley-Stadion. Womit man eigentlich zufrieden sein könnte. Kurios also der Trend, dass nicht wenige Stand-Ups das Bedürfnis verspüren, sich als Schauspieler zu etablieren. Manche sogar als ernstzunehmende Schauspieler.
Den Schritt vom Live-Stand-Up-Auftritt zur Rolle in einer Comedy-Fernsehserie tun unglaublich viele.
Ardal O’Hanlon, der in der britischen Kultserie «Father Ted» begann und darauf seine eigene Serie «My Hero» bekam, Bill Bailey in «Black Books» oder die Radio-Komiker Ricky Gervais und Stephen Merchant, die mit «The Office» – der Originalvorlage für den deutschen «Stromberg» – und «Extras» einschlugen, sind nur einige Beispiele für einen Schwarm von komischen Medium-Swingern.
Der erste, der in den letzten Jahrzehnten den Sprung zum Bühnenschauspieler wagte, war das Stand-Up-Genie Eddie Izzard. Sein Edward II. 1995 in Christopher Marlowes gleichnamiger Tragödie war schauspielerisch eben dieses. Seine West-End-Hauptrollen 1999 in «Lenny Bruce» ...
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