Spieler des Jahres
Die Schauspieler, die in diesem Jahr ganz vorne auch in der Gunst unserer Kritiker lagen, wissen, was sie tun und für wen sie es tun: vehemente Rampenspieler ohne Scheu vor großen Auftritten.
Tobi Müller hat sich in Zürich Joachim Meyerhoffs Ego-Shooter «Hamlet» angesehen und von der allzeit bereiten Begeisterungsfähigkeit des Schauspielers des Jahres anstecken lassen; Barbara Burckhardt hat in Hamburg Judith Rosmair getroffen, die Schauspielerin des Jahres mit Dimiter Gotscheffs rap-reimender Dorine in Molières «Tartuffe» und der Schlager singenden Gudrun Ensslin in Nicolas Stemanns Jelinek-Inszenierung «Ulrike Maria Stuart».
Ein starkes Feld auch auf den folgenden Plätzen der Damenkonkurrenz: Constanze Becker, Annette Paulmann, Judith Hofmann und Nina Hoss.
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Auf der dänischen Insel Hven kann man eines der ältesten europäischen Observatorien besichtigen. Dort hatte der dänische Astronom Tycho Brahe (1546–1601) mit großzügiger finanzieller Unterstützung seines Königs über zwei Jahrzehnt astronomische Beobachtungen durchgeführt und mit seiner systematischen Himmelsforschung den Grundstein für das heliozentrische Weltbild...
Das Stück des Jahres ist ein Kuriosum: Man kennt Elfriede Jelineks «Ulrike Maria Stuart» aus bisher drei Inszenierungen in Hamburg, München und Hannover, die jeweils nur einen Bruchteil des 120-Seiten-Textes benutzten. Das Werk selbst ist nicht veröffentlicht. Deshalb
fasst der Dramaturg Tilman Raabke zusammen, worum es geht – als Schauspiel-Führer.
Nachwuchsaut...
Irgendwann in der vergangenen Spielzeit widmete sich René Pollesch dem letzten Tabu des deutschen Theaters. Es ging wieder mal um käufliche Gefühle und darum, dass Theater auch nur eine Ware ist. Denkbar brutal und mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit gab der Regisseur dem Publikum im Berliner Prater zu verstehen, dass es bei der Inszenierung «Tod eines...
