Thug Life
1.
THE FLYING CARPET
kurz vor meiner zeit in münchen schlug ich mir mit meinen kumpels die nächte in bielefeld an der tür im SUBWAY um die ohren – wir verdienten geld damit leute entweder rein oder nicht rein zu lassen – hauptsächlich waren das leute wie wir an der tür: schwarzköpfe jeglicher herkunft: türken – araber – trainigsanzugsalbaner – lederlackitaliener – russen – aufgetackelte ostnutten – thailändische strichertransen – besoffene tommis – die nach einer harten kasernenwoche ihre waffen zu hause ließen und mal so richtig dampf ablassen wollten – kein club in bielfeld ließ sie rein und so tummelten sich alle auf dem klosterplatz und ließen es dort krachen – die friedlichen inländer durften rein – die brutalen ausländer blieben draußen – nur für die arbeit an der tür waren wir gut genug – damals erschien mir das nicht so seltsam wie heute – ! wahrscheinlich war es das geld das ich verdiente: wie dumm auch der spruch sein mag hier passte er: ich war jung und brauchte das
geld ! – jedes wochenende tummelten sich hunderte auf dem klosterplatz – draußen tobte das leben und die welt und drinnen war: gähnende–verwattete–langeweile–angesagt – der chef wollte das so – – wir ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Ich habe mich vor acht Wochen in Hamburg mit ‹Nachtasyl› beschäftigt, da habe ich über ‹Nachtasyl› nachgedacht, und vor einem halben Jahr habe ich mich mit ‹Macbeth› beschäftigt, da habe ich über ‹Macbeth› nachgedacht. Und im Moment mache ich wieder was anderes. Und das beschäftigt mich außer ein paar andere Sachen eigentlich den ganzen Tag.
Gleichzeitig habe ich...
Seine Zettelwirtschaft ist Legende, und sie wächst immer weiter.
Im Keller stapeln sich die Notizen, über Jahre wachsen die Stücke, und ob sie jemals aufgeführt werden, war ihm selbst nicht sonderlich klar. Das klingt nicht nach Erfolgsrezept, aber auch so kann man zum Dramatiker des Jahres werden: Händl Klaus im Porträt.
Uraufführungen
A Herbert Achternbusch Herz und Kopf (Nationaltheater Mannheim)
Woody Allen Sweet and Lowdown (Theater Krefeld-Mönchengladbach)
Melanie Arns Heul doch! (Theater Bielefeld)
B Lukas Bärfuss Die Probe (Münchner Kammerspiele), Marc Becker Terror-Programm (Arbeitstitel, Staatstheater Oldenburg), Thorsten Becker Katte (Hans-Otto-Theater Potsdam), Sibylle...
