Basel: Friedhof der Klaviere

nach Mann «Der Zauberberg»

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Da schlagen die Herzen der Hausmusikfreund­Innen aber höher: Klavier um Heimorgel, Harmonium um Cembalo hat Bühnenbildner Stephan Weber an die gekachelten Bühnenwände der Studiobühne des Basler Theaters gerückt, bis übers Portal hinaus drängen sie sich in den Zuschauerraum, bis kein Notenblatt mehr dazwischen passt. Schwarzgekleidete Schauspieler schlagen vereinzelt Tasten an, wagen auch mal ein scheues Melodiefragment, das gleich wieder abreißt. Ein Paar begrüßt einander wieder und wieder, als sei es in einer Zeitschleife gefangen.

Dünner Chorgesang und fernes Geschützdonnern schwel­len an: Das muss die Front sein.

Oder auch nur der Anfang von Thom Luz’ Version des «Zauberbergs». Der 32-jährige Theatermacher und ausgebildete Schauspieler testet in Basel schon mal seine künftige Wirkungsstätte an: Ab kommender Spielzeit wird Luz hier zu Andreas Becks Hausregisseuren gehören. Mit freien Musiktheaterproduktionen auf Festivals (Treibstoff Kaserne Basel, Theaterformen) hat Luz sich einen Namen gemacht; im letzten Jahr wurde sein Oldenburger «Archiv des Unvollständigen» nach Mülheim eingeladen, kurz nach der «Zauberberg»-Premiere folgte die Einladung zum Berliner Theatertreffen mit ...

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Theater heute März 2015
Rubrik: Chronik, Seite 53
von Eva Behrendt

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