Vom Whisky verweht
Geht es um Sport und Homosexualität, hat man es auch heute noch mit einem explosiven gesellschaftspolitischen Thema zu tun. Alleine das zeigt, wie weit Tennessee Williams sich vorwagte, als er vor mehr als fünfzig Jahren den Konflikt des Sportreporters Brick während einer Familienfeier zum Köcheln brachte. Man hat sich zu Ehren von Big Daddy versammelt, und da sitzt der ehemalige Footballspieler nun mit seiner kampfeslustigen Maggie im Gästezimmer des Familienanwesens und hat sich zu allem Übel auch noch einen Knöchel gebrochen.
Er kann ihr nicht entkommen und verachtet die Frau, die, seiner eigenen homoerotischen Verstrickung zum Hohn, selbst mit Freund Skipper ins Bett gestiegen war.
Kurz darauf starb Skipper, Brick säuft seither. Maggie kommt nicht mehr an ihn ran, auch nicht hier im Gästezimmer, in das die brüllenden Kinder des älteren Bruders Gooper (Gregor Trakis) und dessen Gattin Mae (Verena Bukal) wie eine Heimsuchung einfallen. Wir sind mitten in einem «Vom Whisky verweht» der bigotten 1950er Jahre. In Mainz inszeniert hat es Sarantos Zervoulakos, der vor zwei Spielzeiten ganz überzeugend John Steinbecks «Jenseits von Eden» für Heidelberg adaptierte und sich jetzt mit ...
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Theater heute Juni 2012
Rubrik: Staatstheater Mainz, Seite 58
von Jürgen Berger
Aachen, Theater
1. Kleist, Der zerbrochne Krug
R. Markus Kopf
Aalen, Theater der Stadt
15. Erpulat/Hillje, Verrücktes Blut
R. Marguerite Windblut
16. Jarry, König Ubu
R. Nikolaos Boitsos
Anklam, Vorpommersche Landesbühne
30. Bordel, Vineta – die Hexenwetter
R. Wolfgang Bordel (in Zinnowitz)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
30. O’Brien, The Rocky Horror Show
R. Ingolf...
Als im Sommer 2009 das Foto eines erstaunlich gut erhaltenen Bugatti Brescia Typ 22 Roadster, Baujahr 1925, um die Welt ging, setzte das die Fantasie in Gang. Dass da eines der schönsten Automobile, die jemals gebaut worden waren, über siebzig Jahre lang auf dem Grund des Lago Maggiore gelegen hatte, konserviert von den Schichten aus Schlamm und Schlick wie die...
Es geht ums Reden, Feiern, Austausch. Ums Kennenlernen und Befreunden. Und es geht ums Gewinnen. Für eine oder einen enden die sechs Tage des Wettbewerbs der Regieschulen in der Gaußstraßen-Dependance des Hamburger Thalia Theaters mit einer Urkunde und 10.000 Euro Produktionskostenzuschuss für die nächste Arbeit an einem deutschen Stadttheater oder in der Freien...
