Im Dutzend billiger?
In den ersten sieben Spielzeiten der Direktion Bachler standen im Burgtheater insgesamt vier Shakespeare-Inszenierungen auf dem Spielplan. In der laufenden achten Spielzeit sind es sechs, und für die Saison 2007/08 sind noch einmal sechs geplant. Sieht so aus, als hätte Klaus Bachler kurz vor Ende seiner Amtszeit noch etwas nachzuholen. Tatsächlich hatte er mit Shakespeare bisher wenig Glück.
Bei «Troilus und Cressida» (2000) half es wenig, dass mit Declan Donnellan ein britischer Shakespeare-Experte eingeflogen worden war; «Hamlet» (2002) sah in der Inszenierung von Klaus Maria Brandauer sehr alt aus; nachdem vor der Premiere von «Was ihr wollt» (2003) Regisseurin Andrea Breth erkrankt war, blieb dem für sie eingesprungenen Schauspieler Roland Koch nur noch Schadensbegrenzung; der Ungar Árpád Schilling schließlich inszenierte auf der Nebenbühne im Kasino eine auf drei Schauspieler kondensierte «Hamlet»-Version (2005), die in ihrem demonstrativen Purismus fast schon wieder prätentiös wirkte.
Reizvoll an der Oberfläche: «Viel Lärm um nichts»
Zum Auftakt des Shakespeare-Zyklus inszenierte der erstmals an der Burg engagierte Jan Bosse die Komödie «Viel Lärm um nichts», die ...
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