Schneise für Stücke
Die Grenze zu Russland ist lang, aber auch das dürften die Finnen entspannt und
lakonisch hinnehmen. Im Norden Europas hält man Kontakt zu eisigen Polarnächten und geht etwas öfter in die Sauna, im Süden leuchtet auf der anderen Seite der Ostsee Sankt Petersburg. Und dazwischen? In Finnland, so Jukka-Pekka Pajunen, Länder-Scout des diesjährigen Stückemarktes, könne man bei nur 5,4 Millionen Einwohnern auf über drei Millionen verkaufte Theaterkarten im Jahr verweisen. Und es gebe pro Spielzeit auch an die hundert Uraufführungen neuer Stücke.
Das ist vergleichbar mit der Zahl der Uraufführungen im deutschsprachigen Raum, gemessen an der Einwohnerzahl Finnlands sind das immens viele. Gäbe es ein Pisa-Ranking für das Theater, würde Finnland auch da einen Spitzenplatz belegen.
Ähnliches gilt für die vier Gastspiele zu Beginn des Stückemarktes. Zu sehen war: Schauspiel auf hohem Niveau und mit Schauspielern, die alles können, was in postdramatischen Zeiten an performativen Fähigkeiten erwünscht ist. «Das Jahr des Hasen» (Ryhmäteatteri, Helsinki) zum Beispiel, eine Adaption des in viele Sprachen übersetzten Erfolgsromans von Arto Paasilinna, fühlt sich wie ein Agatha-Christie-Krimi ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juli 2014
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Jürgen Berger
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Wanka,
sehr geehrte Frau Staatsministerin Grütters,
sehr geehrte Frau Ministerin Bauer,
sehr geehrter Herr Minister Stoch,
das Nationaltheater Mannheim wurde 1839 von einem Hoftheater in die städtische Trägerschaft überführt. Es ist heute das älteste kommunale Theater der Welt.
Das Nationaltheater war in diesen 175 Jahren immer ein...
Am liebsten würde Wachtmeister Studer sich vor diesem Fall drücken. Zwei Vermisste in der Psychiatrie Randlingen, ein Patient, dazu der Herr Direktor persönlich, das riecht nach befremdlichen Begegnungen, verzwickten Vernehmungen, unangenehmen Überraschungen. Und sein Riecher hat Studer noch selten getrogen.
Also zaudert der Fahnder. Michael Neuenschwander, der...
Wir leben. Wir leben. Hauptsache, wir leben, und viel mehr ist es auch nicht als leben nach Verlassen der heiligen Heimat. Keiner schaut gnädig herab auf unseren Zug, aber auf uns herabschauen tun sie schon. Wir flohen, von keinem Gericht des Volkes verurteilt, von allen verurteilt dort und hier. Das Wißbare aus unserem Leben ist vergangen, es ist unter einer...
