Emilia Reichenbach in der Titelrolle von Hans Christian Andersens «Schneekönigin», Regie Serkan Salihoglu; Foto: Isabel Machado Rios/Theater Oberhausen

Das Beleidigungsdilemma

Flache Hierarchien, Gehaltsverzicht und neue Zugänge zur Stadt: Am Theater Oberhausen startet ein neues Team aus Florian Fiedler, Lucie Ortmann, Patricia Nickel-Dönicke und Dirk Laucke

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Vier Performer, darunter Dirk Laucke selbst, sitzen auf lässig gestylten Sofas vor Lamettavorhang und einem Nippes-Regal, auf dem sich ironisch zitierte Gemütlichkeit aus Hirschge­weihen und Kuckucksuhren mit Trump-Porträts und US-Flaggen treffen: So könnte man sie vielleicht zusammenfassen, die Ingredienzen des Populismus. Da Laucke, neuer Hausautor am Theater Oberhausen, nicht so gerne alleine arbeitet, probiert er in «radiophonen Shows» nun alle drei Monate Recherchestände an Testpublikum aus.

«Die Freiheit in Abrede», eine schlanke Versuchsanordnung von 22 Textseiten, will laut Eigenauskunft keine Kunst, sondern «erstklassiges Infotainment» sein und ist eigentlich eine Vorstudie zur Laucke-Inszenierung, die im Juni in Oberhausen Uraufführung haben soll: «Nur die Harten (kommen in den Garten)». 

In entspannter Caféhausatmosphäre geht es auf der «Bühne 2» um den Zustand der «Meinungsfreiheit im Ruhr- und sonstigen Gebiet». Man kann ja auch nicht oft genug darüber nachdenken in Zeiten, in denen verbindliche Regeln über Kommunikationskultur zusehends entgleisen und sich spätestens seit den Anschlägen von «Charlie Hebo» üble blinde Flecken hinter eurozentristischer Perspektive ...

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Theater heute Januar 2018
Rubrik: Start, Seite 30
von Dorothea Marcus

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