Ein Flitsch-Auftritt
Ein Geheimnis ist ein Geheimnis ist ein Geheimnis, und wäre es kein Geheimnis, dann wäre es kein Geheimnis, und wenn man es lüftet, ist das Geheimnis futsch, und man ist enttäuscht, da das, was man sich vorgestellt hat, viel spektakulärer und fantastischer war als das Tatsächliche, was einem als spannendes Geheimnis grade verraten wurde.
Weshalb sollte man auch wissen, dass der Nikolaus nicht aus dem Kühlschrank der Welt in die warme Stube geeilt kam, sondern sich nur drei Straßen nördlicher auf den Weg machte und der Vater eines Kindergartenfreundes ist, der vergessen hat, andere Schuhe anzuziehen. Es gibt keinen Grund.
Es gibt die Auffassung, dass man richtige und falsche Fragen stellen kann. Diese Geisteshaltung bringt mich auf die Palme. Die Frage nach dem Geheimnis eines Erfolges könnte meiner Meinung nach jedoch so eine falsche Frage sein.
Das klingt natürlich sehr nach Spielverderber, wenn ich jetzt auch noch frage, wie definiert man denn überhaupt Erfolg. In meiner Erfahrung gingen die eigenen, die persönlichen Erfolge selten mit den öffentlichen einher.
Es gab im Jahre 2004 eine wunderbare Arbeit am Thalia in der Gaußstraße, die kaum einer gesehen hat. Der Abend hieß ...
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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Thalia des Jahres: Selbstlob, Seite 46
von Judith Hofmann
Die Steuerquellen sprudeln wieder, und der Finanzminister ist kein armer Mann mehr. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, im Kulturbereich wieder umzusteuern. Nach über zehn Jahren des Sparens, Konsolidierens, Deckelns und Effizienzsteigerns besteht an den Öffentlichen Bühnen mehr als Nachholbedarf.
Eine Reportage von Franz Wille über das Quotendenken an den...
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