Europa in großen Stücken

Wolfgang Kröplin überblickt Theaterlandschaften in Ost-Europa vor 1989

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Diese auch im Umfang weit ausholende Studie begibt sich in die osteuropäische Theaterwelt der siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Moskau und Leningrad, Budapest und Warschau, Prag und Sofia, das sind die Theaterhauptstädte jener 1989/90 endenden Epoche, in der die meisten Theater als Staatsbetriebe geführt und versorgt wurden, dafür aber – je nach Lage und Bedeutung – mehr oder weniger Aufsicht und Auftrag erdulden mussten. Der Staatssozialismus wollte die Theater, ob an der Moldau, Donau oder Newa, in die Pflicht nehmen.

Viele selbstbewusste Künstler
sahen das eher anders und wollten diesen Teil der damaligen Weltordnung kritischer, visionärer oder eben einfach in seinen Widersprüchen zeigen. Aus einer solchen Gemengelage konnte aus den einzeln fortwirkenden Traditionen großes Theater entstehen, und vor allem mit dieser Sicht lässt Wolfgang Kröplin sein Panorama des «mittelosteuropäischen Theaters» entstehen.

Erste Anlässe für den Leipziger Dramaturgen und einstigen Dozenten (für Drama und Theater Osteuropas an der dortigen Theaterhochschule) waren zunächst die eigenen Reisen, die von persönlich erfahrenen Städtebildern ausgehend für den Doppelband zu ...

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Theater heute Februar 2014
Rubrik: Magazin: Bücher, Seite 70
von Thomas Irmer

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