Ja, was denn nun?
Als wir zum Herbstanfang mit dem Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz und der Konzeptförderungsgutachterin Stefanie Wenner sprachen (vgl.
TH 11/13), sah die Lage der Berliner Theaterszenen gar nicht mal unrosig aus: ein beschlossener Zuwachs des Berliner Kulturhaushalts um 4,3 Prozent in den kommenden beiden Jahren, 12,5 Millionen Euro «Investitionsgelder» für Kultur und Tourismus aus veranschlagten 25 Millionen Euro Einnahmen der City Tax ab 2014, dazu noch eine Vorlage zur Aufstockung der Fördergelder für Freie Produktionshäuser wie die Sophiensaele oder den Theaterdiscounter sowie international renommierte Truppen wie Sasha Waltz & Guests.
Der mächtige Haushaltsausschuss hat sich dann manches doch anders überlegt. Zum Beispiel die Sache mit der City Tax. Die Kreativwirtschaft hatte die Bettensteuer einst selbst ins Spiel gebracht, schließlich sei es neben den Bereichen Sport und Tourismus gerade die wild wuchernde Theater-, Tanz-, Kunst- und Performanceszene, die Berlin für viele Besucher so attraktiv mache. Genau in diesen Humus sollten die Extra-Euros deshalb auch wieder zurückfließen. Doch plötzlich müssen die Einnahmen aus der City Tax allein der Schuldentilgung ...
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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt
Ankommen, Runterkommen, Wer-kennt-Wen-Geschnatter und Schneematsch draußen lassen – wer das nicht ganz schafft, den bringt Geumhyung Jeong mit ihrer sanft autoritären Präsenz dazu: Die südkoreanische Performerin beherrscht die Kunst der Zeitlupe in Zeitlupe. Wenn sie so den weiten leeren Raum durchquert, breitet sich eine kühle Konzentriertheit aus, ein Kosmos mit...
Wer die steirische Landeshauptstadt mit dem Flugzeug ansteuert, landet auf dem Flughafen Graz-Thalerhof. Vor hundert Jahren befand sich hier ein «k.k. Internierten-Lager», zwischen 1914 und 1917 wurden hier insgesamt etwa 30.000 großteils ruthenische Bürger der Habsburger-Monarchie festgehalten – meist auf den bloßen Verdacht hin, mit Russland zu sympathisieren....
Showtime, Swingtime, Steptime. Gleich könnten Fred Astaire, Ginger Rogers, Cyd Charisse und Gene Kelly hereintänzeln. Dann aber erscheinen ein Mister Pink (Henry Meyer) und eine ballettöse Madame Cécile (Elisabeth Kopp), die wir lieber Mademoiselle nennen würden, wenn sie mit leichter Hand das Wunder der Rose vollbringt. Um sie her, im Malersaal des Theaters...
