Being Joachim Meyerhoff
Das Vestibül, die kleinste Nebenspielstätte des Burgtheaters, wird entweder für Mini-Inszenierungen von Regieassistenten oder als intime Lesebühne genutzt, auf der Burgschauspieler in ihrer Freizeit Weltliteratur rezitieren. Auch Joachim Meyerhoff tritt hier regelmäßig mit Leseabenden auf. Allerdings rezitiert er keine Klassiker, sondern Geschichten, die das Leben schrieb. Meyerhoffs Leben. Das Leben eines gerade einmal 41-Jährigen.
«Alle Toten fliegen hoch» heißt die Serie, die im Herbst 2007 startete und auf sechs Folgen angelegt ist.
Kurz vor Weihnachten hatte im Vestibül die vierte Folge Premiere. Titel: «Theorie und Praxis». Thema: Meyerhoffs Vater; ein Mann, dem das Leben theoretisch viel leichter fiel als praktisch. Zu jeder Herausforderung, die ihm der Alltag stellte, kaufte Papa Meyerhoff Fachliteratur – in der Praxis hat es dem «wahllos hochgebildeten» Mann nicht viel geholfen. Einige Bände aus der väterlichen Bibliothek – darunter die Standardwerke «Die Jagdschule» und «Ich kaufe ein Segelboot» – liegen jetzt auf dem Boden vor dem bequemen Lesesessel, in dem Joachim Meyerhoff sitzt und von seinem Vater erzählt. Wie die in einer Vitrine ausgestellten Gegenstände aus ...
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Airan Berg Zunächst einmal: Es gibt...
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