Weniger ist nicht mehr, aber jünger
Die jüngste Bonner Theatergeschichte ist ein Treppenwitz. Zweimal gab es Sparauflagen der Stadt für das Theater, die der amtierende Intendant nicht mittragen wollte: Manfred Beilharz 2003, dann Klaus Weise 2013. Und zweimal fand sich natürlich jemand, der bereit war, auch den verkleinerten Laden zu übernehmen. Nach Weise nun Bernhard Helmich. Diesmal wurde die Treppe etwas angeschrägt. Die 3,5 Millionen Euro, die Weise nicht einsparen wollte, muss Helmich nun erst nach einem Übergangsjahr aus dem Betrieb herausquetschen.
Aber das reicht Teilen der Opposition noch lange nicht.
Bonn als eine der wohlhabendsten Städte Nordrhein-Westfalens – es hat die höchste Zuzugsrate von Akademikern in ganz Deutschland und wachsende Einkommenssteuereinnahmen, ist Sitz von drei DAX-Konzernen –, hat dennoch erhebliche Haushaltsprobleme. In dieser bedrohten Idylle wollen die Piraten, unterstützt von den Sportvereinen der Stadt, bei der Oper noch viel kräftiger zulangen. Seit November werden von einer Bürgerinitiative Unterschriften gesammelt für eine Reduzierung des Opern-etats von 20 auf 8 Millionen Euro. Das Schauspiel steht dabei eigentlich nicht in der Schusslinie. Aber bei einem ...
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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Starts/Aufführungen, Seite 18
von Gerhard Preußer
Ankommen, Runterkommen, Wer-kennt-Wen-Geschnatter und Schneematsch draußen lassen – wer das nicht ganz schafft, den bringt Geumhyung Jeong mit ihrer sanft autoritären Präsenz dazu: Die südkoreanische Performerin beherrscht die Kunst der Zeitlupe in Zeitlupe. Wenn sie so den weiten leeren Raum durchquert, breitet sich eine kühle Konzentriertheit aus, ein Kosmos mit...
Aachen, Theater
9. Stockmann, Der Mann der die Welt aß
R. Roland Hüve
10. Ibsen, Nora oder Ein Puppenheim
R. Lilli-Hannah Hoepner
18. Jelinek, FaustIn and Out
R. Ludger Engels
Aalen, Theater der Stadt
25. Ibsen, Ein Volksfeind
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
31. Becker, Die im Dunkeln (U)
R. Bernhard Stengele
Anklam, Vorpommersche Landesbühne
25. Soyfer, Der...
Eine gute Stunde bin ich jetzt in Weißrussland und fahre auf der Straße nach Minsk. Rechts geht es ab nach Moskau, genau 700 Kilometer, sagt das Verkehrsschild. Nicht viel weiter, gute 1.000 Kilometer, ist es nach Berlin. Trotzdem wird es nur noch ein paar Minuten dauern, bis ich das erste Mal deutlich spüre, wie fremd das Land ist, in dem ich gerade gelandet bin.
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