Unverschämt hoffnungsvoll
Quiara Alegria Hudes hat mit «Water by the Spoonful» ein well-made play geschrieben, das die reale mit der virtuellen Welt verbindet. Wie viele amerikanische Stücke handelt auch dieses von einer Familie und deren vielen kleinen Dramen, die langsam nacheinander aufgedeckt werden. Besonders wird das dadurch, dass die Familiengeschichte um eine virtuelle zweite «Familie» erweitert wird, die die reale Welt immer stärker beeinflusst. 2012 erhielt Frau Hudes für «Water by the Spoonful» den Pulitzer-Preis.
Elliot Ortiz arbeitet für eine Sandwichkette und hin und wieder als Model.
Eigentlich sieht er sich als Schauspieler, aber so richtig bekommt er die Füße nicht auf den Boden. Aus dem Irak-Krieg ist er mit einer Beinverletzung zurückgekehrt, und in Folge falscher Behandlung war er tablettensüchtig. Seit seiner Zeit als Soldat wird er von Halluzinationen verfolgt. Er versucht diesen Erscheinungen auf den Grund zu gehen und wird dabei unterstützt von seiner Cousine Yazmin, mit der ihn ein fast geschwisterliches Verhältnis verbindet.
Yazmin ist zwar beruflich als Musikhochschuldozentin erfolgreich, aber privat läuft es gerade gar nicht gut: Sie ist frisch geschieden und steht jetzt ohne ...
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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 180
von Jörg Vorhaben
Das Bedürfnis, in einen Raum treten zu können, der einen umfasst und umschließt. Eine Art Krankenzimmer, in dem man seine Wunde offenbaren kann.
* Dieser Vorgang des «Wundezeigens» ist wie eine Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit, und dabei erfährt man gleichzeitig Heilung.
* Ein Raum, in dem ein Ausnahmezustand herrscht, ein Ausnahmeraum, in dem wir...
Als mich die Anfrage zu diesem Thema erreichte, erschrak ich zunächst, denn in über 15 Jahren Leitungsverantwortung an nicht idealen Theatern hatte ich nie mehr darüber nachdenken können, was ideal wäre. Sondern immer nur darüber, wie Optimales im
Unidealen zu schaffen sei. Umso neugieriger war ich auf meine eigenen Wünsche. Diese sind seit mehreren...
Richtig einig sind sich die 44 Kritiker, die zu unserer diesjährigen Hitparade beigetragen haben, vor allem in einer Frage: Das Theater des Jahres ist das Maxim Gorki Theater im ersten Jahr der Intendanz von Shermin Langhoff! Eindrucksvolle 15 Kritiker ließen sich von ihrem Berliner Neustart überzeugen, 7 stimmten für den Vorjahressieger Münchner Kammerspiele unter...
