Bochum: Dennis Kelly «DNA»
Außenseiter Adam ist tot. Bei der Mutprobe ist er von einem hohen Gitter gestürzt. Nun sitzen seine zehn Mitschüler in der Patsche. Schnell müssen sie die Polizei auf eine falsche Fährte locken. Dummerweise findet sich ein Unschuldiger, der dem ausgedachten Täterprofil entspricht. Und dann taucht plötzlich auch noch der totgeglaubte Mitschüler wieder auf.
Regisseurin Katja Lauken hat Dennis Kellys Theaterstück «DNA» mit Schauspielstudierenden der Folkwang Universität an den Bochumer Kammerspielen inszeniert.
Wie das Gerippe eines urzeitlichen Tiers erstreckt sich ein Tunnel aus hölzernen Balken über die Bühne (Lydia Merkel). Darin lungern, irren und schreien die Darsteller herum – einen Ausweg aus der Knochenröhre scheint es ebenso wenig zu geben wie aus dem Lügennetz, in das sich die Figuren verstricken. Sie tragen rosa Leggings, Satinblusen und buntgefärbte Haarsträhnen: Die bis ins Detail ausbuchstabierte Manga-Ästhetik (Kostüme: Maren Geers) lässt hinter glitzernden Fassaden schwelende Aggression vermuten.
Die Darsteller machen die unterschwellige Gewaltbereitschaft vor allem in den Nebenhandlungen sichtbar. Mit gespenstisch leerem Blick verleibt sich Lou Zöllkau langsam die ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Laura Strack
Filmtitle: Weekend
Scene: 1 Take: 4
INTIMITÄT UND SPRACHE
Aleks spielt Russell, Thomas spielt Glen
Russell Was soll ich denn sagen?
Glen Was du willst, sprich über letzte Nacht. Was passiert ist, was passieren sollte, wie du willst.
Russell Warum?
Glen Einfach so.
Russell Das ist für ein Kunstprojekt?
Glen Ja.
Russell Und du stehst einfach nur da und nimmst auf, was ich...
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