Aus der Karaokewelt
Wie sitzt man richtig? Irgendwie wenigstens ein bisschen anders als die anderen? Hektisch windet sich Ira auf ihrem Klappstuhl auf der Suche nach der richtigen falschen Positur, angemessen nonkonform. Ein aussichtsloses Unterfangen, dem sie auch ihre Stimme unterwirft: hoch oder doch lieber tiefergelegt? Prononcierte Endungen oder cooles Verschleifen? Oder doch nur ausgestanztes Runterbeten 1000-mal gesagter Sätze? Alles schon mal dagewesen: So könnte die Kollektivüberschrift heißen, die die beiden letzten Uraufführungen am Düsseldorfer Schauspielhaus zusammenbindet.
Kein Entkommen aus den Mustern, die die Elterngeneration ausgelegt, die Medien millionenhaft vervielfältigt und verbreitet haben. Ira, die Heldin in Martin Heckmanns’ «Hier kommen wir nicht lebendig raus», und Jens, Protagonist in Juli Zehs «Good Morning, Boys and Girls» versuchen es trotzdem, der Junge im großen Killertraum vom Amoklauf, das Mädchen in der Verweigerung aller bürgerlichen Rollenangebote.
Juli Zehs Klischeevermeidung
16 ist Juli Zehs prototypischer Amokläufer, und neutraler als Jens kann man kaum heißen. Einerseits. Andererseits bleibt diese Neutralität nicht unkommentiert: Sie erweist sich in ihrer ...
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Der Süden. Eine Insel irgendwo zwischen Griechenland und Ägypten. Die letzte Folge eines tragischen Stoffs. Euripides und Peter Handke als Autoren. Birgit Minichmayr und Ernst Stötzner als kriegs- und krisengeschütteltes Ehepaar Helena und Menelaos. Und Regie Luc Bondy – in Wien weiß man halt, wie man sein Publikum in den Sommer schickt. Auch andernorts werden...
Aachen, Theater
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26. Molière, Der eingebildete Kranke
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Aalen, Theater der Stadt
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19. Kipling, Das Dschungelbuch
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11. Senst, Im Canale Infernale (U)
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(Freilicht-Produktion Gera)
24. Lange,...
Von der menschlichen Seite betrachtet, ist so ein Mythenheld ja wenig sympathisch. Herakles’ Weg zum Ruhm ist mit Leichen gepflastert, sein Familienleben ein Desaster, seine Sozialkompetenz ungenügend. Am Ende stirbt dieses Egomonster einen qualvollen Tod. Damit beginnt die Trilogie von Armin Petras. Die drei Stücke («Herakles’ Tod», «Alkestis, mon Amour» und...
