Am Boden geblieben

Horst Busch über Lukas Hammersteins «Damals wurde es irgendwie heller»

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Heute, gestern oder in naher Zukunft. «In der ausgeräumten Chefetage eines längst aufgegebenen Hochhauses», wie der Autor den Spielort der ersten Szene mit dem Titel «Ich bin da» beschreibt, treffen sich nach langer Zeit zwei alte Freunde aus Studententagen: ICH und ER, beide mittlerweile Anfang fünfzig. Einst wollten sie die Sterne vom Himmel holen, so viel Liebe wie möglich und die Welt verändern. Sie nannten es: Revo­lution machen! Und groß rauskommen gehörte selbstverständlich dazu.

Dabei wusste SIE, die Frau zwischen den Männern, schon immer, dass «das Üble an der Revolution ja die Revolutionäre» sind und spielte lieber Gitarre. So kam es, wie es kommen musste. ICH wurde erfolgreicher Unternehmensberater und blieb allein. ER schaffte den Aufstieg in der Politik, zunächst in Bonn, dann in Berlin und heiratete die gemeinsame Geliebte Maria. Dann kam es, wie es nicht kommen sollte. ICH beriet nicht mehr Unternehmen, sondern Menschen, die an Angst leiden, und ER wurde von seiner Frau verlassen und machte Schluss mit der großen Politik. Jetzt hofft ER auf ein Comeback in seiner Partei oder auf einen Vorstandsposten und glaubt sich «am Ziel oder leicht darüber hinaus». Man(n) gibt ...

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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die neuen Stücke, Seite 154
von Horst Busch

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